Archiv für Juni 2010

[Update 2]: Antifa Demo in Aachen am 18. Juni

[Update] Auf indymedia sind schon vor einigen Tagen zwei Berichte zu den Angriffen auf Besucher des AZ-Aachen erschienen:
Indymedia, 03.06.
Indymedia, 08.06.
[Update 2] Übergriffe in Aachen nach dem WM Spiel am Freitag:
Indymedia, 15.06.

Der Aufruf von Antifa AK Aachen, Autonome Antifa Aachen A³ und dem AZ Aachen findet sich Hier

Alle weiteren Infos werden auf den Homepages der aufrufenden Gruppen veröffentlicht.

An dieser Stelle veröffentlichen wir den Aufruf des Antifa AK Köln:

Sometimes, it is necessary to fight!
- keine Heimat, keine Nation, keine Nazis!.

In Aachen sieht die Welt noch in Ordnung aus. Die Bäcker liefern frühst morgens ihr Brot aus, die Busse fahren pünktlich in die umliegenden Provinzen, die Cocktails der Pontstraße sind gekühlt und die „deutsche Jugend“ jagt Menschen durch die Straßen, Tag für Tag. Nur Nörgerler_Innen und Misepeter_Innen reden von einen Naziproblem in dieser heilen Welt. Natürlich wissen auch die Herren Polizeikommissare, dass die „jungen rechten Burschen“ mal hier und dort Ärger machen, aber gleich vom Nazi-Problem reden, nein das geht dann doch zu weit. Würde man den Geschichten jener „Radikalen“ Glauben schenken, vor denen das „Dorfkomitee gegen jeden Radikalismus“ immer gewarnt hat, würden die Bratwurstfeste für ein bisschen mehr „Bunt“ vollkommen abstrus wirken und die dörflichen Tourimanager_Innen der ersten „deutschen Königsstadt“ wären als das entlarvt was sie sind: Agenten des Nationalismus. Doch wo die Meinungsmacher der demokratisch verfassten Öffentlichkeit in Aachen nur Übertreibungen und Jugend-Cliquen-Konflikte sehen, da lauert der Naziterror an jeder nächst gelegenen Laterne, da wird jede Statistik von rechtsradikalen Übergriffen zur Farce, weil diese längst zum Alltag gehören. Jede Auflistung von „Gewalt der Rechten“, jeder Bericht über den neusten Exzess des Terrors kann nur ins Absurde führen, denn Tag auf Tag, Woche für Woche würde sich das zuletzt Geschehene als doch nicht so schlimm darstellen.
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08.06: Blick in den Osten – anarchistische & antifaschistische Szene in Minsk/Belarus

Das heutige Weißrussland, postsowjetisches Land, ist ein Polizeistaat, wo ein und der selbe Mensch, Alexander Gregorewitsch Lukaschenko seit 17 Jahren an der Macht ist. Da Pressefreiheit und Meinungsrecht nicht existieren und Demonstrationen verboten sind, bekommt die anarchistische Bewegung die Repression des Staates zu spüren, durch politische Prozesse, Verhaftungen und KGB-Überwachung. Politisches Handeln wird dadurch im Voraus erstickt. Dazu wollen wir noch einen Einblick in die Entstehung der anarchistischen und antifaschistischen Bewegung in Belarus geben. Die Antifa-Szene ist eng mit dem Fußball verstrickt, wo die Nazi-Szene auch eine große Rolle spielt. Kurzfilme werden gezeigt , um eine genauere Vorstellung dessen zu erhalten, wie der politische Kampf dort auf den Straßen von Minsk aussieht. Der Vortrag wird von einem Referenten aus Belarus in russischer Sprache gehalten und ins Deutsche übersetzt.

Soli-Gelder gehen an das ABC(Anarchist Black Cross) Belarus.

Belarussisch-deutsche ABC-Gruppe Berlin

Dieser Vortrag findet im Rahmen des Offenen Antifa Treffens am 08.06. ab 20 Uhr im Buchladen Le Sabot statt.

Termine, Termine

Im Juni, Juli und August wird wieder einiges los sein in Bonn. Neben zwei OAT’s wird wie gewohnt am dritten Montag jeden Monats das KULT41 für antifaschistisch Interessierte geöffnet sein. Darüber hinaus haben das Referat für politische Bildung des ASTA der Uni Bonn und die Gruppe Georg Elser einige interessante Vorträge organisiert.
Im August wird es wieder ein Antifa-Camp im Rheinland geben. Karten sind bei uns zu erwerben.
Alle weiterführenden Links und genauen Termine HIER.