Archiv für Juli 2010

[Köln]: Samstag nach der Räumung des AZ Demo

Demo für ein AZ! Samstag nach Tag X

Sollte es zu einer Räumung des AZ-Köln kommen, wird es am Samstag nach Tag X ab 15 Uhr eine Demonstration ab Köln HBF geben. Da auch uns das AZ-Köln eine Herzensangelegenheit ist unterstützen wir folgenden Aufruf:

Alles muss man sel­ber ma­chen! Für ein Au­to­no­mes Zen­trum statt Po­li­tik, Staat und Po­li­zei!

„Die Be­set­zung frem­den Ei­gen­tums ist – mit wel­chem Ziel auch immer – il­le­gal und nicht hin­nehm­bar. In­so­fern kann sie auch kei­nes­falls ak­zep­tier­te Basis für po­li­ti­sche For­de­run­gen sein! Die Stadt un­ter­stützt dem­zu­fol­ge die Ei­gen­tü­me­rin, die von den Be­set­zern das so­for­ti­ge Ver­las­sen des Ge­bäu­des for­dert und keine Dul­dung zu­las­sen will. Es wird des­halb auch kei­nes­falls städ­ti­sche Un­ter­stüt­zung oder Fi­nanz­hil­fe für ein Pro­jekt in der ehe­ma­li­gen KHD-​Kan­ti­ne geben. Im Üb­ri­gen steht es frei, in Köln kul­tu­rel­le In­itia­ti­ven zu star­ten. Al­ler­dings lässt die ak­tu­el­le Haus­halts­la­ge der Stadt keine För­de­rung neuer Pro­jek­te zu.“
(Jür­gen Ro­ters Ober­bür­ger­meis­ter von Köln)

„Die Krise lässt den Ge­gen­satz von Wert und Ge­brauchs­wert noch deut­li­cher her­vor­tre­ten, etwa im Bild des ame­ri­ka­ni­schen Po­li­zis­ten, der durch ein ver­las­se­nes Haus pa­trouil­liert, um si­cher­zu­stel­len, dass seine bank­rot­ten Be­woh­ner tat­säch­lich aus­ge­zo­gen sind und nun unter einer Brü­cke oder in einer der vie­len neuen Zelt­städ­te ihr Da­sein fris­ten. Eine Ge­sell­schaft, in der die be­waff­ne­te Staats­macht dafür sorgt, dass ein Haus sei­nen mensch­li­chen Zweck nicht er­füllt, ist of­fen­kun­dig ver­rückt, und so­bald die Pro­le­ta­ri­sier­ten im Bild die­ses Po­li­zis­ten das Wesen der Ge­sell­schaft er­ken­nen, könn­te die Ge­schich­te eine un­er­war­te­te Wen­dung neh­men.“
(Kos­mo­pro­let Nr. 2) (mehr…)

Zum Nazikriegsverbrecher und Ehrenbürger der Stadt Bonn Hermann Josef Abs

Aus leider immer noch aktuellem Anlaß veröffentlichen wir an dieser Stelle einen Brief des VVN/BdA an die Stadt Bonn, in dem die Anbringung einer Mahntafel an der Deutschen Bank in Bonn gefordert wird. Auf dieser soll auf die Rolle des Bonner Ehrenbürgers Abs im Nationalsozialismus hingewiesen werden.
Wir unterstützen dieses Anliegen und haben HIER eine Vielzahl älterer Flugblätter von uns zu genau diesem Thema online verfügbar gemacht.

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„Politisches Wochenende“ im SJZ Siegburg am 9. und 10. Juli

Der Freitag, 9. Juli, im SJZ beginnt um 17 Uhr u.a. mit einem Vortrag zu neonazistischen Umtrieben in der Region:

Zwischen Müll sammeln und Black Block.
Der rechte Sumpf in und um Siegburg.

Im scheinbar beschaulichen Siegburg und den umliegenden Gemeinden tummelt sich ein an aktiven Personen schwacher rechter Sumpf. Allerdings zeigen ein langjährig aktiver NPD Kreisverband mit Sitz im Kreistag und die Etablierung autonom-nationalistischer Strukturen in der Umgebung samt dem dazugehörigen Szenesumpf, dass auch hier bundesdeutsche Realität herrscht.

Der Vortrag soll u.a. einen Einblick in Struktur, Tätigkeit und Ideologie der NPD und „autonomer Nationalisten“ in der Region gewähren.

Ab 20 Uhr spielen ‚Conexion Musical‘ und Microphone Mafia‘ mit Liveband.

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Am Samstag ist das SJZ ab 13 Uhr geöffnet. Es wird u.a. einen Vortrag über iranische Feministinnen geben:

„Freiheit ist nicht östlich und nicht westlich, sondern universell“

Im Jahre Null

In dem Vortrag geht es um einen geschichtlichen Abriss der iranischen Frauenbewegung. Unter anderem wird der Film „Mouvement de libération des femmes iraniennes – année zéro“ gezeigt.
In diesem Vortrag stehen die im Fokus, die gegen das faschistische islamistische Regime kämpfen mit der Einsicht, dass eine vollständige Befreiung des Iran nur durch die bedingungslose Befreiung der Frau erreicht werden kann. Ebenso wird es um die zunächst wegen Wahlmanipulationen begonnen Massenproteste gehen, bei denen sich Menschen im Iran heftige Straßenschlachten mit der Polizei, den Revolutionswächtern (Pasdaran) und den paramilitärischen Basiji-Milizen lieferten. Denn trotz harter Repressionen, die mehr als hundert Todesopfer forderte, willkürlichen Massenfestnahmen und hunderten Verschleppten, bei denen es zu Hinrichtungen, Mord und Folter kam und kommt, geht der Kampf weiter.

Etwas später geht es auf „eine Reise gegen die Repression“:

Menschen die sich für eine fortschrittliche Gesellschaft einsetzen, sind oft von staatlicher Unterdrückung betroffen.
Wie können wir uns gemeinsam dagegen wehren?
Was ist auf der Fahrt zur Demo zu beachten?
Wer kann helfen wenn es zu einem Gerichtsverfahren kommt?
Dieser Vortrag soll einen kleinen Einblick geben wie Antirepressionsarbeit aussehen kann und welche Möglichkeiten es gibt sich gemeinsam zu wehren und mit kreativen Protestformen neue Wege zu gehen. Beispiele aus dem Alltag zeigen sowohl die Möglichkeiten der Staatsmacht gegen Linke vorzugehen, aber auch das es immer mindestens zwei Möglichkeiten gibt, sich dagegen zu wehren.
Your are not alone.

Ab 20 Uhr spielen ‚Alerta‘ und ‚Feine Sahne Fischfilet‘.