Archiv für November 2011

Buchvorstellung: „Jenseits von Staat, Macht und Gewalt“

Buchvorstellung: „Jenseits von Staat, Macht und Gewalt“
 
Do, 24. November, 20:00, Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76, Bonn:
Buchvorstellung: „Jenseits von Staat, Macht und Gewalt“
Der Autor des Buches, Abdullah Öcalan, führte bis zu seiner Entführung im Februar 1999 die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als deren Vorsitzender an. Seitdem befindet er sich in Isolationshaft auf der eigens für ihn eingerichteten Gefängnisinsel Imrali im Mittelmeer, gilt allerdings immer noch als wichtigste Persönlichkeit für den kurdischen Befreiungskampf und Schlüssel für eine politische, friedliche Lösung der kurdischen Frage.
Das Kernthema des aktuellen Werkes ist eine radikale Kritik von Hierarchien und Gewaltverhältnissen in der menschlichen Gesellschaft. Bei dieser Analyse nimmt der Geschlechterwiderspruch eine zentrale Rolle ein. Auch die von ihm mitgegründete und geführte Bewegung unterzieht er einer radikalen Kritik, wobei er seine eigene Person dabei keineswegs auslässt und die Selbstkritik in neue Perspektiven für den kurdischen Freiheitskampf mündet.

Veranstalter: Antifa Bonn/Rhein-Sieg, Verband der Studierenden aus Kurdistan (YXK), Verein zur Förderung politischer Bildung & Kultur e.V.

Remagen und kein Ende – Neonaziaufmarsch findet am 19.11.2011 in Remagen statt!

Aktueller Stand:
Wie erwartet haben sich die Neonazis durchgeklagt. Anmelder ist der Neonazi-Kader Christian Malcoci.
Es ist damit zu rechnen, dass am 19.11. etwa 300 Neonazis in Remagen sein werden.
Eine gute Zusammenfassung zu den Hintergründen gibt es beim Blick nach Rechts (Stand 8.11.): www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/trauermarsch-fuer-die-opfer-angeblicher-nachkriegsverbrechen
Achtung: In der Vergangenheit gab es mehrfach Übergriffe durch an- und abreisende Neonazis. Die Polizei setzt die Neonazis üblicherweise in Züge, die Neonazis fahren dann alleine weiter. Was passieren kann, wenn eine Gruppe Neonazis auf Menschen trifft, die nicht in ihr Weltbild passen, dürfte klar sein.
Nach einem Aufmarsch in der Region vor einigen Jahren wurde auch ein im Zug sitzender Richter Opfer eines Angriffs durch Neonazis.

Was passiert am 19.11.?

Remagen: In Remagen ruft das Friedensbündnis Remagen zu “Engagement gegen Rechts am 19.11.” auf
Um 11 Uhr soll ein Friedensgottesdienst stattfinden, danach sind Infostände am Marktplatz angekündigt.
Die Rhein-Zeitung berichtet recht umfassend dazu: www.rhein-zeitung.de/regionales/bad-neuenahr_Nazi-Demo-Widerstand-in-Remagen-und-Sinzig
Köln: Zeitgleich haben sich in Köln-Kalk die RechtspopulistInnen von Pro Köln angekündigt, dagegen wird es Aktionen geben. Genaueres unter www.dazwischengehen.mobi und www.antifa-koeln.net
Sinzig, 12.11.: Bereits eine Woche vorher findet in Sinzig am Vorabend zum “Volkstrauertag” um 18 Uhr eine Mahnwache des Friedensbündnisses statt. Letztes Jahr waren die Neonazis an diesem Tag in Sinzig in einer Gaststätte und stellten sich am Anschluss mit Fackeln auf.
Aus dem Aufruf des Friedensbündnisses für die Kundgebung in Sinzig:

Die Parteien im Stadtrat und die Kirchen wollen nicht zulassen, dass nationalistisches Gedankengut, Geschichtsverfälschungen und der Hass gegen Minderheiten, Rassismus, Gewalt- und Kriegsverherrlichung in Sinzig unwidersprochen bleiben. Gemeinsam soll an die Menschen erinnert werden, die Opfer rassistischer Verfolgung und nationalsozialistischer Verbrechen geworden sind.

Mobilisierung der Neonazis
Die Neonazis haben angekündigt, im Vorfeld Aktionen durchzuführen. In der Region ist bisher nicht viel passiert. Dafür beteiligten sich Neonazis aus der Region in der Nacht zum 9.11. an einem “Fackelmarsch” in Düsseldorf. Die Neonazis berufen sich dabei offen auf den sogenannten Hitlerputsch von 1923.
Auch Neonazis aus Koblenz haben angekündigt, nach Remagen zu fahren.

Rückblick 2010:
2010 zogen etwa 270 Neonazis durch Remagen. Dagegen gab es antifaschistische Proteste, die Behörden reagierten mit Anquatschversuchen, Anzeigen und Gerichtsverfahren.
Aktuell laufen immer noch Verfahren, weitere Infos dazu bei der Soligruppe: www.remagensoli.blogsport.de/

Die Aktionsgruppe Rheinland

In der LOTTA #33 erschien das letzte Mal ein LOTTA-Artikel über die „Aktionsgruppe Rheinland“, höchste Zeit also für eine Bestandsaufnahme. Was hat sich verändert? Welche Aktionsschwerpunkte und -formen gibt es? Und wie ist die Mobilisierungsfähigkeit der Gruppe einzuschätzen?
linksnet.de/de/artikel/27019

Die AG Rheinland (AGR) entstand 2007 als regionaler Vernetzungsansatz der sich neu bildenden Strukturen „Autonomer Nationalisten“ (AN) aus dem Rheinland. Anfangs spielte die Abgrenzung zu traditionellen Neonazistrukturen wie der Kameradschaft Aachener Land (KAL) oder der NPD Düren eine entscheidende Rolle. Diese wollten von Personen, die „mit Kleidungsstücke[n] der linken Szene ausgestattet sind“, nichts wissen. Die AN kritisierten ihrerseits das stark vom Skinheadstyle dominierte Erscheinungsbild als überholt. Diese Auseinandersetzung spielt heute keine Rolle mehr. So wurde der jährliche Aufmarsch in Stolberg dieses Jahr von einem gemeinsamen Fronttransparent von KAL und AGR angeführt. Die Grenzen zwischen Kameradschaften „alten Typs” wie der KAL oder der Kameradschaft Köln, die nun unter dem Label Freie Kräfte Köln (FKK) firmiert, und der AGR sind fließend. Vor allem jüngere und aktivistisch orientierte Mitglieder der FKK und der KAL haben sich optisch wie auch in ihrer militanten Selbstinszenierung bei Demonstrationen dem AN-Style angenähert. Möglicherweise ist hierin auch einer der Gründe zu finden, dass sich im Aachener/Dürener Raum keine AN-Gruppe längerfristig neben der dominanten KAL halten konnte. Auch die Eigenbezeichnung AN verlor in der Szene an Bedeutung. (mehr…)

12.11.: Soliparty in der Roten Flora in Hamburg

Soliparty in der Roten Flora in Hamburg