Archiv für Oktober 2014

Rassismus Tötet! Demo in Limburg/Hessen

Rassismus tötet! Limburg, 2.11.14, 14Uhr
Wir unterstützen den Aufruf antifaschistischer und antirassistischer Gruppen aus Frankfurt:

Nach der Tötung eines 55 jährigen Mannes aus Ruanda in Limburg durch 3 Personen rufen wir für Sonntag den 2. November um 14 Uhr zu einer Demonstration am Hbf (limburg) unter dem Motto „Rassismus tötet!“ auf. Bereits vor über einer Woche wurde das Opfer in einer Limburger Obdachlosenunterkunft zu Tode geprügelt. Mittlerweile sprechen Polizei, Staatsanwaltschaft wie auch Presse von einem “möglichen ausländerfeindlichen Motiv“. Für uns ist klar, dass in einer Gesellschaft in der Menschen nach wie vor entlang rassistischer Stereotypen sortiert, attackiert und im schlimmsten Falle umgebracht werden, ein eindeutiges Zeichen gegen rassistische Gewalt gesetzt werden muss.
3 Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU ist es leider noch lange nicht selbstverständlich das rassistische und menschenverachtende Motive durch die Behörden erkannt werden bzw. öffentlich auf diese reagiert wird. Viel zu oft werden vermeintliche „Randständige“ der Gesellschaft – Migrant*innen, Obdachlose oder Sinti und Roma – ausgeschlossen, verachtet und öffentlich stigmatisiert. Gleichzeitig werden die gewalttätigen Ausbrüche dieser rassistischen Logik regelmäßig klein geredet oder als Einzelfälle abgetan. In einem solchen Klima fühlen sich rechte Schläger in ihrem mörderischen Treiben geschützt und bestärkt. Um es zu durchbrechen reicht es daher nicht aus sich bei der Arbeit gegen Rassismus und rechte Gewalttäter auf staatliche Organe zu verlassen. Diese sind durch ihr Verhalten gegenüber Migrant*innen – etwa durch ihre Abschiebegesetze oder die Verdächtigungen gegen die Opfer des NSU – oft der Wegbereiter von genau diesem rassistischem Klima, das seit den 90er Jahren zu über 180 rassistischen Morden in Deutschland geführt hat.
Statt dessen geht es uns darum, die gesellschaftlichen Strukturen, aus denen sich dieses rassistische Klima speist zu hinterfragen und selbstbestimmt für eine Gesellschaft ohne Rassismus, Unterdrückung und Ausbeutung zu kämpfen.

In Limburg wurde ein Mensch aus rassistischen Motiven ermordet. Wir können und wollen nicht einfach tatenlos zuschauen, wie auch dieser Mord zu einem unter vielen wird.
Für uns gibt es kein Vergeben und kein Vergessen!

Demo: Bahnhof Limburg/Lahn, Sonntag 2 November, 14 Uhr.

Last Call!

Unsere Gegenkundgebung wird am Sonntag den 26.10.2014 um 14 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz vor dem Kölner Dom beginnen. Die „Hooligans gegen Salafisten“ müssen ihre Kundgebung auf den Breslauer Platz verlegen. Geplant ist wohl eine Demonstration durch das angrenzende Bahnhofsviertel (Kunibertviertel) und der Auftritt der Rechtsrockband „Kategorie C“. Verstärkt mobilisieren neonazistische Gruppierungen zu der Kundgebung und unterstreichen damit die Erkenntnis, dass es sich bei diesem Treffen nicht um unpolitische Hooligans handelt, sondern um eine Mischung aus Rechtspopulisten, Neonazis und Nationalisten.

Hinweis zur Anreise:
Am Sonntag werden am Kölner HBF und in den Zügen nach Köln mehrere hundert extrem rechte Hooligans, Neonazis und Sympathisanten der Szene erwartet. Aufgrund massiver Gewaltandrohungen und Gewaltfantasien vieler Unterstützer im Internet, möchten wir euch zu einer frühen Anreise nach Köln raten, wenn ihr zu Gegenkundgebung kommen möchtet. Wir empfehlen euch nur in größeren Gruppen nach Köln zu reisen.

Wir sehen uns in Köln!

Gemeinsam gegen Salafismus, Nationalismus und Faschismus!

Am 26.10.2014 will das von extrem rechten Hooligans und organisierten Neonazis ins Leben gerufenen Netzwerk „Hooligans gegen Salafisten“ (HOGESA) ein Treffen in Köln abhalten. Die Veranstaltung soll vor dem Kölner Dom stattfinden – erwartet werden mehr als 1500 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet. Wenn ihnen das gelingt, wäre es die größte extrem rechte Demonstration, die Westdeutschland seit Jahren erlebt hat.

Daher rufen wir für den 26.10.2014 dazu auf, gegen das von Neonazis organisierte sogenannte Hooligantreffen am Kölner Dom zu protestieren.
Islamistischen und neofaschistischen Kulturkämpfern entgegentreten!
Gemeinsam gegen Salafismus und Faschismus!

Kommt am 26.10.2014 um 14 Uhr auf die Treppe vor dem Kölner Dom
ACHTUNG: ZEIT und ORT können sich noch ändern – Achtet auf Ankündigungen!

Bonner Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise nach Köln: Sonntag, 26.10, 13:15 Uhr Gleis 1 Bonn HBF
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Krieg und Zerstörung in Syrien und Irak: Wo liegen die Interessen und welche Zukunft hat die Region?

Eine Veranstaltung der TATORT Kurdistan Gruppe Bonn
Donnerstag, 23. Oktober 2014
19:00 – 21:15 Uhr
Hörsaal 17, Ostflügel Hauptgebäude Uni Bonn, Regina-Pacis-Weg

Im Oktober 2013 wurde die kurdische „Demokratische autonome Selbstverwaltung“ im Norden Syriens ausgerufen. Dieses Projekt ROJAVA ist nun in Gefahr: Die Türkei riegelt die Grenzübergänge ab und Kampfverbände des selbsternannten „Islamischen Staat im Irak und in der Levante“ (ISIL), der sich heute als „Islamischer Staat“ bezeichnet, bedrohen die Bewohner*innen von Rojava.
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27. Oktober 2014: Veranstaltung zum Thema “Der NSU-Untersuchungsausschuss in NRW – Chancen, Anforderungen und Fallstricke”

von NRW rechtsaußen

DÜSSELDORF – Zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema “Der NSU-Untersuchungsausschuss in NRW – Chancen, Anforderungen und Fallstricke” lädt die seit 2002 existierende Düsseldorfer Veranstaltungsreihe „INPUT – antifaschistischer Themenabend“ für Montag, 27. Oktober 2014, ins Düsseldorfer Kulturzentrum zakk “, Fichtenstraße 40, ein. Beginn der Veranstaltung ist 19.30 Uhr. Zu Gast sein werden unter anderem Heike Kleffner, Journalistin und bis 2013 Referentin der Linksfraktion im Bundestag für den NSU-Untersuchungsauschuss, und Antonia von der Behrens, Rechtsanwältin und Nebenklagevertreterin der Dortmunder Familie Kubaşık im NSU-Prozess. (mehr…)