Archiv für Juli 2016

Rechts-populistische und neonazistische Mobilisierung in Europa

Logo VeranstaltungsreiheMit der Euro-Krise und der europäischen „Lösungspolitik“ werden demokratische Mitbestimmungsmöglichkeiten weitgehend eingeschränkt, während sich soziale Konflikte intensivieren. In dieser Situation entwickeln sich linke soziale Protestbewegungen. Allerdings begünstigen sie auch rechts-populistische Gegenreaktionen, die mittels EU-Bashing und rassistisch-nationalistischen Parolen große Erfolge verzeichnen.

Wir wollen uns in diesem Teil der Veranstaltungsreihe mit der extremen Rechten in der Ukraine und die Gründe für ihr Erstarken und dem Rechspopulismus und der sozialen Frage in Europa auseinandersetzen.

Dazu haben wir Bernard Schmid aus Paris (Do. 18.08.2016) und Jörg Kronauer (So. 4.09.2016) eingeladen.

Rechtspopulismus und die soziale Frage in Europa
Eine Veranstaltung mit Bernard Schmid aus Paris
Donnerstag, 18. August 2016, Buchladen Le Sabot, Breite Str. 76, Bonn
Beginn der Veranstaltung um 19:30 Uhr

Die Wiederkehr der NS-Kollaborateure
Die extreme Rechte in der Ukraine und die Gründe für ihr Erstarken
Eine Veranstaltung mit dem Buchautor und Journalisten Jörg Kronauer
Sonntag, 4. September 2016, KULT41, Hochstadenring 41, Bonn
Veganer Brunch ab 14 Uhr
Beginn der Veranstaltung um 15 Uhr

Veranstaltet von Antifa Bonn/Rhein-Sieg, Adelante – Antifaschistische Linke Bonn und Junge Antifa Bonn

Das Elend der Abschottung

Logo No Border Camp 2016Vom 15.-24. Juli 2016 findet in Thessaloniki das No Border Camp 2016 statt. Zur Zeit sind mehrere Karawanen dorthin unterwegs. Mehr Informationen findet Ihr hier: No Border Camp Thessaloníki 2016

Aus diesem Anlass veröffentlichen wir hier einen Diskussionsbeitrag der Antifa Bonn/Rhein-Sieg

Das Elend der Abschottung

Die sogenannte „Flüchtlingskrise“ und ihre Zusammenhänge dominierten während des vergangenen Jahres eindeutig den öffentlichen Diskurs. Die zentralsten Elemente dieses Themenkomplexes waren allem Anschein nach zum einen die Frage nach der Regulierung dieser Migrationsbewegungen, und zum anderen eine Frage nach Identitäten und etwas, was Oswald Spengler den Kampf der Kulturen nannte1.

Während des gesamten Prozesses der Zuspitzung von Ressentiments, Ablehnung, bis hin zu offen ausgetragener Gewalt fanden linksradikale Positionen kaum bis gar kein Gehör in der Öffentlichkeit. Von extrem rechten neonazistischen Banden auf den Straßen bis hin zu offiziellen Stellungnahmen der Partei „Die Linke“ zog sich ungebrochen die Überzeugung durch, es liege in der Aufgabe des Staates, die ankommenden Menschen als Masse zu verwalten und in jedem Fall dafür zu sorgen, dass es nicht zu viele würden. Insofern scheint es wohl angebrachter zu sein, von einer Abgrenzungskrise, als von einer Flüchtlingskrise zu sprechen. (mehr…)