Archiv für Januar 2017

Proteste in Koblenz gegen ENF

Am Samstag, den 21.01.2017, kommt das „Europa der Nationen und der Freiheit“ nach Koblenz. Der sogenannte ENF ist die Fraktion der Ultrarechten im Europäischen Parlament. Die Creme de la Creme der rechtsradikalen Politszene wird sich dazu in Koblenz einfinden, um Allianzen zu schmieden: Marcus Pretzell, Frauke Petry, Marine Le Pen, Gert Wilders…

Am Freitag, den 20.01.2017 findet daher unter dem Motto „Rechtspopulisten wegbassen“ eine Nachttanzdemo durch Koblenz tragen. Treffpunkt ist gegen 19 Uhr am Hbf Koblenz. Kommt in bunt und mit viel Glamour und Glitzer, um den Menschenfeinden Lebensfreude entgegenzusetzen.
Am Tag selber mobilisiert das Bündnis „Koblenz bleibt bunt“ zu einer Demonstration um 11 Uhr am Koblenzer Hauptbahnhof.

Mehr zu den Protesten findet ihr bei der Antifa Koblenz und beim DGB Koblenz

Die Sprengstoffanschläge der 1990er Jahre in Köln Nippes: Verdrängt, vergessen, abgehakt?

NSU WatchVeranstaltung mit NSU-Watch

Sonntag 22. Januar 2017
KULT 41, Hochstadenring 41
14 Uhr veganer Brunch
15 Uhr Beginn

Anfang der 90er wurde im angespannten gesellschaftlichen Klima der pogromartigen Übergriffe von Rostock und den Mordbrennereien von Solingen das Asylrecht beschnitten.

Die Anschläge des NSU in der Mülheimer Keupstraße 2004 und der Probsteigasse in Köln 2001 werden mittlerweile prozessual, medial und im Landtagsuntersuchungsausschuss von NRW thematisiert. Die Brandanschläge von 1992/93 in Köln, bei denen u.a. ein türkischer Bürger ein Auge verlor, sind bis heute unaufgearbeitet, obwohl viel für einen Zusammenhang zum späteren NSU spricht.

Ein Referent von „NSU Watch“ (www.nsu-watch.info) der den Untersuchungsausschuss des Landtags in NRW kritisch begleitet sowie ein Journalist, der seit 2014 zu den Anschlägen recherchiert, werden das bisherige Wissen darüber abbilden und mögliche Verbindungen zwischen den Anschlägen darstellen. Die Veranstaltung soll dazu beitragen, Licht in die damaligen Vorgänge zu bringen. Sie soll das Gedächtnis an diese rassistischen Untaten wachhalten und nicht zuletzt angesichts des erneut angespannten Klimas die Gefahr durch rechte Biedermänner und Brandstifter hervorheben.