Archiv für April 2019

Keine Alternative!

NIKA KampagneAm 03.05. will die AfD im Haus der Bildung am Mülheimer Platz in Bonn eine EU-Wahlkampfveranstaltung abhalten. Wir sagen dazu: Rassismus und Nationalismus sind keine Alternativen! Dem Rechtsruck entschlossen entgegentreten.

Zwei breite Bündnisse rufen zu Protesten auf:
Das neu gergründete Bonner Bündnis gegen Rechts mobilisiert für 17:30 Uhr zur Münsterstraße / Ecke Poststraße. Die Kundgebung von Bonn stellt sich quer am Bottlerplatz beginnt ebenfalls um 17:30 Uhr.

Zeigen wir, dass unsere Alternative anders aussieht!
Einen Beitrag von NIKA NRW zum Europawahlkampf findet ihr hier.

Für einen nazifreien 1. Mai in Duisburg!

Die neonazistische Kleinstpartei ‚Die Rechte‘ mobilisiert am 1. Mai 2019 zu einer Kundgebung in Duisburg. Ihr Ziel ist es, den im letzten Jahr gegründeten Kreisverband von ‚Die Rechte‘ in Duisburg stärken.

RiseUpSowohl das Duisburger Jugendbündnis RiseUp als auch Duisburg stellt sich quer rufen für den 1. Mai 2019 zur Blockade auf:
Nazis blockieren sich nicht allein!

Deswegen fahren wir am 1. Mai 2019 nach Duisburg. Gemeinsamen Anreise aus Bonn nach Duisbug ist:
TREFFPUNKT
Mittwoch, 01.05. | 9:45 | Gleis 2, Bonn Hauptbahnhof
Mehr Infos zu dem Tag gibt es u.a. hier.

‚Die Rechte‘ instrumentalisiert den 1. Mai, um den vor ihr vorgegaukelten sozialen Kampf in der Öffentlichkeit zu zeigen. Duisburg hat mit 11% die höchste Arbeitslosenquote im Ruhrgebiet nach Gelsenkirchen und ist in den Augen der Nazipartei ‚Die Rechte‘ ein potenziell wichtiger Brückenkopf im Ruhrgebiet. Der Strukturwandel und der Niedergang von Kohle- und Stahlindustrie wird von den Nazis thematisiert: Kapitalismuskritik ist natürlich eingeschränkt auf die angebliche Weltverschwörung des Judentums und die sogenannte Umvolkung Deutschlands.

Der harte Kern von ‚Die Rechte‘ umfasst in Duisburg etwa 15 Personen. die ihre Wurzeln im Umfeld der NPD und in freien Kameradschaften haben. Es gibt informelle Verbindungen zur Hooliganszene, Pegida NRW und den Identitären.

Pogrome verhindern bevor sie geschehen – Kaltland nicht aufgeben

Auf nach Chemnitz am 1. Juni 2019
Ende August 2018 wüteten eine Woche lang Rechte offen auf den Straße in Chemnitz. Die Hetzjagden von Chemnitz beschäftigten über Wochen die deutsche und internationale Politik und Öffentlichkeit. Rassistische Hetzjagden wie im August 2018 sind keine Einzelfälle. In Deutschland vergeht kein Tag ohne Angriffe auf Menschen, die laut Neonazis, AfDlern und Wutbürgern hier kein Existenzrecht habe.

SolifotoWo Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen vorherrscht und Vorurteile das Meinungsbild bestimmen, wird antifaschistischer Widerstand zur Pflicht. Kaltland wird nicht aufgegeben. Es gibt tausend gute Gründe, an Brennpunkten rechter Mobilisierung zu protestieren: Pogrome verhindern bevor sie geschehen und praktische Solidarität mit Betroffenen rechter Gewalt.

Fahrt mit uns zusammen am 1. Juni 19 nach Chemnitz, um gegen den bundesweiten Naziaufmarsch „Tag der deutschen Zukunft“ zu protestieren. Wir organisieren eine Busanreise dorthin. Tickets gibt es bei Veranstaltungen der Antifaschistischen Organisation Bonn (AOBN) und im Buchladen Le Sabot.

Weitere Infos gibt es bei unserer
Mobi-Veranstaltung am 16. Mai um 19 Uhr in der Alten VHS, Kasernenstr. 50, Bonn.

Einen ausführlicheren Aufruf gibt es bei der Antifa Bonn/Rhein-Sieg.

Chemnitz braucht uns – Kaltland nicht aufgeben

Am 1. Juni 2019 wollen Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet zum „Tag der deutschen Zukunft“ in Chemnitz aufmarschieren. Lassen wir die Chemnitzer*innen nicht allen und kämpfen wir zusammen für eine befreite Gesellschaft und gegen Diskriminierung jeglicher Form. Fahrt mit uns am 1. Juni nach Chemnitz – Antifa heisst Busfahren! Konkrete Infos und Karten für den Bus bekommt Ihr bei unseren Veranstaltung (z.B. nächste Antifa Info Kneipe am 6. April in der Alten VHS) und im Buchladen Le Sabot.

Ende August 2018 wüteten in Chemnitz eine Woche lang Rechtsextreme offen auf den Straßen. Die pogromartigen Krawalle, auch als die Hetzjagten von Chemnitz bekannt, ausgelöst durch den Totschlag an Daniel H., beschäftigten Wochen die deutsche und internationale Politik und Öffentlichkeit. Sachsen und „die Stadt Chemnitz wirkte“ dagegen „wie gelähmt“ (siehe hier).

Auf der sog. Gedenkdemonstration eine Woche nach dem Tod von Daniel H. marschierten bis zu 8.000 Neonazis und sog. Wutbürger*innen (Rassisten*inne) mit AfD-Abgeordneten auf. Horst Seehofer teilte der Öffentlichkeit mit: “Ich wäre, wenn ich nicht Minister wäre, als Staatsbürger auch auf die Straße gegangen” (siehe Reuters). (mehr…)

Die extreme Rechte im Kampfsport

In unserer nächsten Antifa Info-Kneipe Bonn am Samstag, den 6. April ab 19 Uhr in der Alten VHS laden wir ein zu Vortrag und Diskussion zum Thema

Die extreme Rechte im Kampfsport – Netzwerke, Events und Akteure

Das Thema Kampfsport erlebt in den letzten Jahren eine zunehmende Bedeutung innerhalb der neonazistischen Szene. Dies heißt nicht nur, dass in den eigenen Reihen verschiedene Kampfsportdisziplinen trainiert werden, sondern auch, dass sich europaweit extrem rechte Kampfsportveranstaltungen etabliert haben, bei denen Neonazis aus den diversen Ländern zusammenkommen, „um sich mit ihren weißen Brüdern zu messen“. Darüber hinaus ist ein neonazistischer Kampfsport-Lifestyle entstanden, der von mehreren extrem rechten Marken bedient wird und die Kasse klingeln lässt.

Die zunehmend professionalisiert und modern auftretende extrem rechte Kampfsport-Szene inszeniert sich als Elite und knüpft mit ihren Gesundheits- und Körperbildern an Vorstellungen des historischen Nationalsozialismus an. Dabei geht es um weit mehr als um Sport, denn letztendlich steht im neonazistischen Verständnis von „Kampf“ immer die Existenz der eigenen „Nation“ und des eigenen „Volkes“ im Vordergrund.

In dem Vortrag des „Antirassistischen Bildungsforums Rheinland“ wird die Entwicklung der neonazistischen Kampfsportszene nachgezeichnet. Wir wollen aber auch zeigen, dass Kampfsport solidarisch und antifaschistisch sein kann und genießen den Abend mit Videos, Musik und Kaltgetränken.

Samstag 6. April ab 19:00 Uhr
Alte VHS, Kasernenstr. 50, Bonn

Die Veranstaltung findet im Veranstaltungsraum 1 im EG statt.