Archiv für Oktober 2019

Termine für Rojava, gegen den Angriffskrieg der Türkei

Heute Dienstag 29.10.2019, findet um 17 Uhr in der Bonner Innenstadt eine Kundgebung gegen die türkische Invasion in Rojava statt, wahrscheinlich auf dem Münsterplatz, ggf. aber auch Friedensplatz.
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Redebeitrag: Demo gegen rechte Gewalt

Dieser Redebeitrag wurde auf der „DEMO GEGEN RECHTE GEWALT! – anlässlich der Anschläge in Halle und Zülpich“ am 11. Oktober in Bonn gehalten:

Wir alle sind geschockt und empört über den antisemtischen Terroranschlag in Halle. Diese Empörung müssen wir auf die Straße tragen, damit aus einem Anschlag keine Welle wird. Dieser Anschlag steht im Kontext eines gesellschaftlichen Rechtsrucks, der Antisemitismus und andere menschenfeindliche Positionen zunehmend in die Mitte der Gesellschaft spült. Es ist aber nicht nur nötig, den Anschlag in seiner gesellschaftlichen Bedeutung zu verstehen, sondern sich auch mit den Strukturen zu beschäftigen, auf die der Täter Bezug nimmt und in deren Kontext er seine Tat stellt.

Auch wenn vieles über den Terroranschlag von Halle noch Unklar ist, lässt sich eines klar sagen: Der Anschlag wurde auf eine sehr eindeutige Weise inszeniert. Dies deutet darauf hin, dass der Hintergrund des Mörders nicht in den in der BRD etablierten und seit Jahrzehnten bestehenden rechtsterrorististischen Strukturen liegt. Die Inszenierung des Anschlags verweist auf eine relativ neue, über das Internet organisierte rechtsradikale Subkultur, die in der letzten Zeit immer wieder Massenmörder produzierte, die sich gegenseitig anstacheln. (mehr…)

Kein ruhiges Remagen – Auf die Straße gegen rechten Terror!

Sa 02.11.2019, 19h Antifa Info-Kneipe Bonn, Alte VHS Kasernenstr 50

Das Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen!“ ruft auf zur Antifaschistischen Demonstration: Samstag, 16. Nov. 2019 in Remagen, 10:30 Uhr am Bahnhof

Same procedure as every year:

Der Naziaufmarsch, der diesen November zum elften Mal in Remagen stattfindet, wäre vielleicht mit anderen geschichtsrevisionistischen Veranstaltungen vergleichbar. Denn überall dort, wo auf deutschem Territorium irgendwann einmal deutsche Soldaten getötet wurden, tun sich irgendwann rechte Strukturen hervor, die dieses historische Ereignis als Anlass für rechte Hetze, Geschichtsrevisionismus und völkische Propaganda nutzen. Doch den Aufmarsch in Remagen gibt es inzwischen schon seit über zehn Jahren. Das zeigt, wie leicht es Faschisten im Hinterland haben und wie schwer es für Antifaschist*innen ist, dagegen etwas zu tun. Gegen den faschistischen Trauermarsch und eine Haltung des Wegsehens ruft das Bündnis NS-Verherrlichung stoppen zum lautstarken Protest am 16.11. um 10:30 in Remagen auf.

Für Neonazis in Westdeutschland ist Remagen eines der wichtigsten Treffen im Jahr, denn der Trauermarsch ist so etwas wie ein Schaulaufen des who-is-who der rechten Szene. Neben Mitgliedern von der Partei „Die Rechte “, der „JN Ahrtal“, dem „III Weg“ und der NPD, nehmen auch Personen elitärer nazistischer Organisationen an dem Aufmarsch teil. Darunter ranghohe Kader von Burschenschaften und Kameradschaften. Auch die Strukturen um die ehemnalige freie Kameradschaft „Aktionsbüro Mittelrhein“, die unter anderem wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt waren, spielen nach wie vor bei dem Naziaufmarsch eine bedeutende Rolle.

Lautstark und entschlossen wollen wir am 16.11. ab 10:30 Uhr den Nazis entgegen treten. In einer Zeit, in der sich der rechte Terror ermutigt fühlt und die faschistische AfD durchschnittlich mehr Wählerstimmen als die Linkspartei erhält, ist es an uns zu zeigen, dass wir die gesellschaftliche Regression nicht kommentarlos geschehen lassen. Auch wenn sie sich in der verschlafenen Provinz in Sicherheit wähnen, werden wir dennoch vor Ort sein und ihren Trauermarsch mit Pauken und Trompeten zum Desaster machen.
Sa 02.11.2019, 19h Antifa Info-Kneipe Bonn, Alte VHS Kasernenstr 50

Keine Räume der AfD in Bonn am 19.Oktober 2019 12h

Bonner Bündnis gegen rechts ruft auf:

Bonn bleibt bunt – Keine Räume der AfD
19. Oktober 2019

Am 19.10. will die AfD im Ortsteilzentrum auf dem Brüser Berg eine Veranstaltung mit dem Parteivorsitzenden Jörg Meuthen und dem frisch zum NRW-Landesvorsitzenden gewählten Rüdiger Lucassen abhalten. Die AfD ist eine extrem rechte Partei, die Faschisten wie Björn Höcke in ihren Reihen hat. Sie treibt seit ihrer Gründung die Spaltung der Gesellschaft voran und hetzt gegen Menschen mit Migrationshintergrund, Geflüchtete, LGBTIQ* und seit dem Aufkommen der Fridays-For-Future-Proteste auch vermehrt gegen Klimaaktivist*innen und leugnet den menschengemachten Klimawandel. Darüber hinaus betreibt die AfD Geschichtsrelativierung, so bezeichnete Alexander Gauland das dritte Reich als „einen Vogelschiss“. Auch sind einige der Abgeordneten der AfD offen antisemitisch. Die AfD gefährdet damit unser aller Zukunft und steht einer liberalen und toleranten Gesellschaft im Wege.

Den menschenverachtenden Inhalten der AfD stellen wir uns als Bonner Bündnis gegen Rechts entschieden entgegen. Der AfD dürfen keine Räume für ihre Hetze zur Verfügung gestellt werden. Weder in Bonn noch anderswo.

Kommt und protestiert mit uns gegen die AfD!
Am 19.10. um 12 Uhr
Ortsteilzentrum Brüser Berg, Fahrenheitstraße 49
Gemeinsame Abfahrt vom Bonner Hbf: 11:30 Uhr Bussteig D2

https://bonn-gegen-rechts.de/2019/10/11/bonn-bleibt-bunt-keine-raeume-der-afd/

Demo gegen rechte Gewalt!

Anlässlich der Anschläge in Halle und Zülpich!

Freitag, 11. Oktober um 17:00 Uhr, Friedensplatz

Am Mittwoch beging ein Täter in Halle einen Anschlag auf eine Synagoge sowie einen Imbiss. Kurz danach ereignet sich ein Schuss auf eine Geflüchtetenunterkunft in Zülpich, 30 Kilometer außerhalb von Bonn.
Seit 1990 werden knapp zweihundert Todesopfer gezählt, die der Rechtsextremismus gefordert hat. In dieser ganzen Zeit wurde die Gefahr, die von Rassenhass und Antisemitismus ausgeht, kleingeredet und unterschätzt. Selbst als die Terrororganisation NSU ans Licht der Öffentlichkeit kam, hat dies nicht zu einem entschlossenen Vorgehen gegen Rechte Gewalt geführt.
Die Anschläge in Zülpich und Halle sind nicht die ersten und geschehen im Zeichen des Rechtsrucks in unserer Gesellschaft. Dagegen gilt es, zusammen auf die Straße zu gehen!

Wir fordern, dass Politik und Behörden diese und alle anderen rechtsextremen Gewalttaten und Terrorakte restlos aufklären! Weiterhin fordern wir Gerechtigkeit für die Opfer und Betroffenen dieser Verbrechen.
Daher findet am Freitag, den 11. Oktober um 17 Uhr am Friedensplatz eine Kundgebung mit Demonstration statt. Wir rufen Dich dazu auf Deine Solidarität und Mitgefühl mit uns auf die Straße zu tragen!

AUFGRUND DER DRINGLICHKEIT UND KURZFRISTIGEN PLANUNG BITTEN WIR UM SCHNELLE VERBREITUNG, AUCH AN EURE FREUND*INNEN UND FAMILIE!