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Kein ruhiges Remagen – Auf die Straße gegen rechten Terror!

Sa 02.11.2019, 19h Antifa Info-Kneipe Bonn, Alte VHS Kasernenstr 50

Das Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen!“ ruft auf zur Antifaschistischen Demonstration: Samstag, 16. Nov. 2019 in Remagen, 10:30 Uhr am Bahnhof

Same procedure as every year:

Der Naziaufmarsch, der diesen November zum elften Mal in Remagen stattfindet, wäre vielleicht mit anderen geschichtsrevisionistischen Veranstaltungen vergleichbar. Denn überall dort, wo auf deutschem Territorium irgendwann einmal deutsche Soldaten getötet wurden, tun sich irgendwann rechte Strukturen hervor, die dieses historische Ereignis als Anlass für rechte Hetze, Geschichtsrevisionismus und völkische Propaganda nutzen. Doch den Aufmarsch in Remagen gibt es inzwischen schon seit über zehn Jahren. Das zeigt, wie leicht es Faschisten im Hinterland haben und wie schwer es für Antifaschist*innen ist, dagegen etwas zu tun. Gegen den faschistischen Trauermarsch und eine Haltung des Wegsehens ruft das Bündnis NS-Verherrlichung stoppen zum lautstarken Protest am 16.11. um 10:30 in Remagen auf.

Für Neonazis in Westdeutschland ist Remagen eines der wichtigsten Treffen im Jahr, denn der Trauermarsch ist so etwas wie ein Schaulaufen des who-is-who der rechten Szene. Neben Mitgliedern von der Partei „Die Rechte “, der „JN Ahrtal“, dem „III Weg“ und der NPD, nehmen auch Personen elitärer nazistischer Organisationen an dem Aufmarsch teil. Darunter ranghohe Kader von Burschenschaften und Kameradschaften. Auch die Strukturen um die ehemnalige freie Kameradschaft „Aktionsbüro Mittelrhein“, die unter anderem wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt waren, spielen nach wie vor bei dem Naziaufmarsch eine bedeutende Rolle.

Lautstark und entschlossen wollen wir am 16.11. ab 10:30 Uhr den Nazis entgegen treten. In einer Zeit, in der sich der rechte Terror ermutigt fühlt und die faschistische AfD durchschnittlich mehr Wählerstimmen als die Linkspartei erhält, ist es an uns zu zeigen, dass wir die gesellschaftliche Regression nicht kommentarlos geschehen lassen. Auch wenn sie sich in der verschlafenen Provinz in Sicherheit wähnen, werden wir dennoch vor Ort sein und ihren Trauermarsch mit Pauken und Trompeten zum Desaster machen.
Sa 02.11.2019, 19h Antifa Info-Kneipe Bonn, Alte VHS Kasernenstr 50

Keine Räume der AfD in Bonn am 19.Oktober 2019 12h

Bonner Bündnis gegen rechts ruft auf:

Bonn bleibt bunt – Keine Räume der AfD
19. Oktober 2019

Am 19.10. will die AfD im Ortsteilzentrum auf dem Brüser Berg eine Veranstaltung mit dem Parteivorsitzenden Jörg Meuthen und dem frisch zum NRW-Landesvorsitzenden gewählten Rüdiger Lucassen abhalten. Die AfD ist eine extrem rechte Partei, die Faschisten wie Björn Höcke in ihren Reihen hat. Sie treibt seit ihrer Gründung die Spaltung der Gesellschaft voran und hetzt gegen Menschen mit Migrationshintergrund, Geflüchtete, LGBTIQ* und seit dem Aufkommen der Fridays-For-Future-Proteste auch vermehrt gegen Klimaaktivist*innen und leugnet den menschengemachten Klimawandel. Darüber hinaus betreibt die AfD Geschichtsrelativierung, so bezeichnete Alexander Gauland das dritte Reich als „einen Vogelschiss“. Auch sind einige der Abgeordneten der AfD offen antisemitisch. Die AfD gefährdet damit unser aller Zukunft und steht einer liberalen und toleranten Gesellschaft im Wege.

Den menschenverachtenden Inhalten der AfD stellen wir uns als Bonner Bündnis gegen Rechts entschieden entgegen. Der AfD dürfen keine Räume für ihre Hetze zur Verfügung gestellt werden. Weder in Bonn noch anderswo.

Kommt und protestiert mit uns gegen die AfD!
Am 19.10. um 12 Uhr
Ortsteilzentrum Brüser Berg, Fahrenheitstraße 49
Gemeinsame Abfahrt vom Bonner Hbf: 11:30 Uhr Bussteig D2

https://bonn-gegen-rechts.de/2019/10/11/bonn-bleibt-bunt-keine-raeume-der-afd/

Demo gegen rechte Gewalt!

Anlässlich der Anschläge in Halle und Zülpich!

Freitag, 11. Oktober um 17:00 Uhr, Friedensplatz

Am Mittwoch beging ein Täter in Halle einen Anschlag auf eine Synagoge sowie einen Imbiss. Kurz danach ereignet sich ein Schuss auf eine Geflüchtetenunterkunft in Zülpich, 30 Kilometer außerhalb von Bonn.
Seit 1990 werden knapp zweihundert Todesopfer gezählt, die der Rechtsextremismus gefordert hat. In dieser ganzen Zeit wurde die Gefahr, die von Rassenhass und Antisemitismus ausgeht, kleingeredet und unterschätzt. Selbst als die Terrororganisation NSU ans Licht der Öffentlichkeit kam, hat dies nicht zu einem entschlossenen Vorgehen gegen Rechte Gewalt geführt.
Die Anschläge in Zülpich und Halle sind nicht die ersten und geschehen im Zeichen des Rechtsrucks in unserer Gesellschaft. Dagegen gilt es, zusammen auf die Straße zu gehen!

Wir fordern, dass Politik und Behörden diese und alle anderen rechtsextremen Gewalttaten und Terrorakte restlos aufklären! Weiterhin fordern wir Gerechtigkeit für die Opfer und Betroffenen dieser Verbrechen.
Daher findet am Freitag, den 11. Oktober um 17 Uhr am Friedensplatz eine Kundgebung mit Demonstration statt. Wir rufen Dich dazu auf Deine Solidarität und Mitgefühl mit uns auf die Straße zu tragen!

AUFGRUND DER DRINGLICHKEIT UND KURZFRISTIGEN PLANUNG BITTEN WIR UM SCHNELLE VERBREITUNG, AUCH AN EURE FREUND*INNEN UND FAMILIE!

Gegen den Angriff der Türkei auf Rojava

Kundgebung in Bonn:
Freitag, den 11. Oktober um 18 Uhr auf dem Friedensplatz.
Demonstration in Köln:
Samstag, 12. Oktober ab 14 Uhr an der Deutzer Werft.

Solifoto RojavaAm Mittwoch, 9.10., hat die Türkei angefangen, gemeinsam mit ihren verbündeten djihadistischen Milizen, Rojava / Nordsyrien anzugreifen. Damit wird ganz konkret das System der demokratischen Selbstverwaltung der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyrien angegriffen, das auf Gleichberechtigung aller dort lebenden Ethnien und Religionen, auf Geschlechtergerechtigkeit, ökologische Werte und Basisdemokratie beruht. Es ist dieses demokratische System, das nicht nur der türkischen Regierung, sondern auch den anderen Regierungen der Region ebenso wie den westlichen Regierungen, auch derjenigen der Bundesrepublik ein Dorn im Auge ist.
Seit Monaten kündigte der türkische Machthaber Erdogan an, Rojava anzugreifen; und seine NATO-Partner und die EU hätten viele Möglichkeiten gehabt, Druck auszuüben, damit das nicht geschieht. Stattdessen wurden weiterhin, immer wieder, Rüstungsgüter in die Türkei geliefert, die wirtschaftlichen Beziehungen gepflegt und geostrategische Interessen verfolgt. Ihren jetzigen Erklärungen gegen den Angriff können wir nicht trauen.

Die türkische Regierung plant die Zerschlagung und eine ethnische Säuberung Rojavas. Die kurdische Bevölkerung dort soll vertrieben und arabische Geflüchtete, die aus Syrien in die Türkei flohen, angesiedelt werden. Die Geflüchteten werden als Spielfiguren auf dem Schachbrett türkischer Machtinteresen missbraucht. Es ist an uns, hier in Europa dazu beizutragen, dass die Bevölkerung der angegriffenen Gebiete östlich des Euphrats nicht das gleiche Schicksal ereilt wie derjenigen Efrîns, das die Türkei im vergangnenen Jahr angriff und besetzte. Aus Efrîn sind bis zu zwei Millionen Menschen geflohen, und es finden dort immer noch täglich Kriegsverbrechen statt: Verfolgung, Entführungen, Folter, Vergewaltigungen und Mord.

Lasst uns dazu beitragen, das zu verhindern, indem wir gemeinsam mit den kurdischen Freund*innen auch hier auf die Straße gehen! Lasst uns dazu beitragen, dass die Protestdemos hier nicht als „Kurdendemos“ sondern als Demos gegen Krieg und Faschismus wahrgenommen werden!

Am Freitag, den 11. Oktober findet in Bonn um 18 Uhr auf dem Friedensplatz eine Kundgebung statt.
Samstag wird es in Köln eine Demo geben, ab 14 Uhr an der Deutzer Werft.

Antifa-Cafe im Kult41 am Sa: 5.10.2019, 17h


Die Antifaschistische Infokneipe Bonn findet im Oktober als Antifa-Cafe im Kult 41 im Rahmen der Bazooka (linkes Kneipeprojekt von 1989-99) Festtage statt und präsentiert eine Zeitreise durch 3 Jahrzehnte antifaschistischen Widerstand in Bonn. Begleitend dazu auch die Ausstellung „Geschichten und Geschichte – Bazooka 1989 bis 1999“, die noch bis zum 12.10. zu besichtigen ist.

Bereits in den 80er Jahren schlossen sich in Bonn Menschen zusammen, um gemeinsam den erstarkenden Neonazi-Strukturen etwas entgegenzusetzen. Als Reaktion auf den Wiedervereinigungstaumel 1989 fanden sich immer mehr, die Nationalismus und Faschismus den Kampf ansagen wollten. Aus einer Bewegung heraus bildeten sich organisierte politische Strukturen und über den Antinazikampf hinaus entstanden unterschiedliche Arbeitsfelder. Neben der Erinnerung an den Nationalsozialismus waren dies der Kampf gegen Repression, Internationalismus, Bündnisarbeit und die Schaffung bundesweiter antifaschistischer Zusammenhänge. Bis heute ist die Antifa in Bonn stets präsent.
Ein Zeitzeugenbericht durch 30 Jahre bewegte Antifa-Geschichte.
Antifa-Cafe am Sa. den 5.10.2019 um 17h im Kult41, Hochstadenring 41.
Im Anschluss Konzert mit den Mad Mullahs.