Archiv der Kategorie 'Aktion'

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Kein ruhiges Remagen – Machen wirs wie Bielefeld!

Gemeinsame Anreise aus Bonn: 9:45 Uhr, HBF, Gleis 3

Nehmt am Samstag eure Freund*innen mit und kommt nach Remagen!
Opfermythos Remagen ins Wanken bringen, den Akteur*innen eines rechten Terrorismus gemeinsam, solidarisch und entschlossen entgegentreten!
Am Samstag findet die Demonstration der Kampagne „NS-Verherrlichung stoppen!“ gegen den rechtsterroristischen Naziaufmarsch in Remagen statt. Wir wollen euch hiermit über den aktuellen Stand der Dinge aufklären.

Antifaschistische Gegenproteste:

10:30 Uhr Demonstration „Kein ruhiges Remagen – Auf die Straße gegen rechten Terror!!“
Treffpunkt: Bahnhof Remagen Vorderseite → Richtung Schwarze Madonna / ehm. Rheinwiesenlager, dort Kundgebung in Sicht- und Hörweite der Nazikundgebung; anschließend auf derselben Strecke zurück Richtung Bahnhof

11:00 Kundgebung am jüdischen Friedhof
Auch dieses Jahr wird es am jüdischen Friedhof eine dauerhafte Kundgebung geben, die euch als Anlaufpunkt dient. Seit 2015 stellt diese Kundgebung einen Gegenpol zu jeglichem antisemitischen Gedankengut in Remagen dar und verhindert, dass die Nazis ihre Demonstration hier vorbeiführen können. Die Demo wird auf dem Hin- und Rückweg hier vorbei gehen.

13:00 Uhr Konzert „Kein Bock auf Nazis“ im Rahmen der Kundgebung an der sog. „Friedenskapelle“ (https://www.facebookcorewwwi.onion/events/463512007600686/)
Dieses Jahr gibt es erstmals eine gemeinsame Kundgebung von Remagen Nazifrei, dem Bündnis Remagen für Frieden und Demokratie und der Stadt Remagen vor der Kapelle und damit in Sicht- & Hörweite zum Heldengedenken der Nazis. Remagen Nazifrei veranstaltet in diesem Rahmen dort ab 13 Uhr das Konzert– unsere Demonstration geht dorthin und anschließend wieder zurück zum Bahnhof.

Charakter der Demo:
Unsere Auftaktkundgebung findet zeitlich vor der Nazidemo statt. Die Nazis wollen sich um 12:00 Uhr zu ihrer Veranstaltung treffen und planmäßig um 12:30 Uhr los laufen. Vorher werden sie erfahrungsgemäß von der Polizei lange durchsucht. Wir werden die Nazis am Bahnhof „in Empfang nehmen“, erst danach wird sich unsere Demonstration in Bewegung setzen. Wir beabsichtigen eine kämpferische und entschlossene, aber bunte, kreative und spektrenübergreifende Demonstration, welche dem „Trauermarsch“ der Nazis einen klaren Gegenpol entgegensetzen soll. Bitte beachtet dies, kommt in bunt und bringt viele Fahnen, Schilder, Banner etc. mit.

Unsere Demo und die gesamten Proteste werden wieder von vielen verschiedenen Organisationen, Vereinen, Künstler*innen und Parteien unterstützt und beworben. Wir danken euch hier schon einmal für die breite Solidarität und freuen uns auf eine entschlossene und solidarische Demo!

Anreise:
Aus verschiedenen Städten gibt es eine organisierte Anreise. Wir empfehlen euch sehr, diese Anreisen zu nutzen! Die Anfahrt ist so geplant, dass alle Teilnehmer*innen zeitgleich zur Demo ankommen.

Gemeinsame Anreise aus Bonn: 9:45 Uhr, HBF, Gleis 3
Weitere Anreise Treffpunkte und Information unter: remagen.blogsport.de

Schweigegang zum Platz an der Synagoge in Beuel 10.11.2019 17:30h


81. JAHRESTAG NOVEMBERPOGROM 1938
Gedenkveranstaltungen in Bonn

Redebeitrag: Demo gegen rechte Gewalt

Dieser Redebeitrag wurde auf der „DEMO GEGEN RECHTE GEWALT! – anlässlich der Anschläge in Halle und Zülpich“ am 11. Oktober in Bonn gehalten:

Wir alle sind geschockt und empört über den antisemtischen Terroranschlag in Halle. Diese Empörung müssen wir auf die Straße tragen, damit aus einem Anschlag keine Welle wird. Dieser Anschlag steht im Kontext eines gesellschaftlichen Rechtsrucks, der Antisemitismus und andere menschenfeindliche Positionen zunehmend in die Mitte der Gesellschaft spült. Es ist aber nicht nur nötig, den Anschlag in seiner gesellschaftlichen Bedeutung zu verstehen, sondern sich auch mit den Strukturen zu beschäftigen, auf die der Täter Bezug nimmt und in deren Kontext er seine Tat stellt.

Auch wenn vieles über den Terroranschlag von Halle noch Unklar ist, lässt sich eines klar sagen: Der Anschlag wurde auf eine sehr eindeutige Weise inszeniert. Dies deutet darauf hin, dass der Hintergrund des Mörders nicht in den in der BRD etablierten und seit Jahrzehnten bestehenden rechtsterrorististischen Strukturen liegt. Die Inszenierung des Anschlags verweist auf eine relativ neue, über das Internet organisierte rechtsradikale Subkultur, die in der letzten Zeit immer wieder Massenmörder produzierte, die sich gegenseitig anstacheln. (mehr…)

Kein ruhiges Remagen – Auf die Straße gegen rechten Terror!

Sa 02.11.2019, 19h Antifa Info-Kneipe Bonn, Alte VHS Kasernenstr 50

Das Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen!“ ruft auf zur Antifaschistischen Demonstration: Samstag, 16. Nov. 2019 in Remagen, 10:30 Uhr am Bahnhof

Same procedure as every year:

Der Naziaufmarsch, der diesen November zum elften Mal in Remagen stattfindet, wäre vielleicht mit anderen geschichtsrevisionistischen Veranstaltungen vergleichbar. Denn überall dort, wo auf deutschem Territorium irgendwann einmal deutsche Soldaten getötet wurden, tun sich irgendwann rechte Strukturen hervor, die dieses historische Ereignis als Anlass für rechte Hetze, Geschichtsrevisionismus und völkische Propaganda nutzen. Doch den Aufmarsch in Remagen gibt es inzwischen schon seit über zehn Jahren. Das zeigt, wie leicht es Faschisten im Hinterland haben und wie schwer es für Antifaschist*innen ist, dagegen etwas zu tun. Gegen den faschistischen Trauermarsch und eine Haltung des Wegsehens ruft das Bündnis NS-Verherrlichung stoppen zum lautstarken Protest am 16.11. um 10:30 in Remagen auf.

Für Neonazis in Westdeutschland ist Remagen eines der wichtigsten Treffen im Jahr, denn der Trauermarsch ist so etwas wie ein Schaulaufen des who-is-who der rechten Szene. Neben Mitgliedern von der Partei „Die Rechte “, der „JN Ahrtal“, dem „III Weg“ und der NPD, nehmen auch Personen elitärer nazistischer Organisationen an dem Aufmarsch teil. Darunter ranghohe Kader von Burschenschaften und Kameradschaften. Auch die Strukturen um die ehemnalige freie Kameradschaft „Aktionsbüro Mittelrhein“, die unter anderem wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt waren, spielen nach wie vor bei dem Naziaufmarsch eine bedeutende Rolle.

Lautstark und entschlossen wollen wir am 16.11. ab 10:30 Uhr den Nazis entgegen treten. In einer Zeit, in der sich der rechte Terror ermutigt fühlt und die faschistische AfD durchschnittlich mehr Wählerstimmen als die Linkspartei erhält, ist es an uns zu zeigen, dass wir die gesellschaftliche Regression nicht kommentarlos geschehen lassen. Auch wenn sie sich in der verschlafenen Provinz in Sicherheit wähnen, werden wir dennoch vor Ort sein und ihren Trauermarsch mit Pauken und Trompeten zum Desaster machen.
Sa 02.11.2019, 19h Antifa Info-Kneipe Bonn, Alte VHS Kasernenstr 50