Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

Keine Räume der AfD in Bonn am 19.Oktober 2019 12h

Bonner Bündnis gegen rechts ruft auf:

Bonn bleibt bunt – Keine Räume der AfD
19. Oktober 2019

Am 19.10. will die AfD im Ortsteilzentrum auf dem Brüser Berg eine Veranstaltung mit dem Parteivorsitzenden Jörg Meuthen und dem frisch zum NRW-Landesvorsitzenden gewählten Rüdiger Lucassen abhalten. Die AfD ist eine extrem rechte Partei, die Faschisten wie Björn Höcke in ihren Reihen hat. Sie treibt seit ihrer Gründung die Spaltung der Gesellschaft voran und hetzt gegen Menschen mit Migrationshintergrund, Geflüchtete, LGBTIQ* und seit dem Aufkommen der Fridays-For-Future-Proteste auch vermehrt gegen Klimaaktivist*innen und leugnet den menschengemachten Klimawandel. Darüber hinaus betreibt die AfD Geschichtsrelativierung, so bezeichnete Alexander Gauland das dritte Reich als „einen Vogelschiss“. Auch sind einige der Abgeordneten der AfD offen antisemitisch. Die AfD gefährdet damit unser aller Zukunft und steht einer liberalen und toleranten Gesellschaft im Wege.

Den menschenverachtenden Inhalten der AfD stellen wir uns als Bonner Bündnis gegen Rechts entschieden entgegen. Der AfD dürfen keine Räume für ihre Hetze zur Verfügung gestellt werden. Weder in Bonn noch anderswo.

Kommt und protestiert mit uns gegen die AfD!
Am 19.10. um 12 Uhr
Ortsteilzentrum Brüser Berg, Fahrenheitstraße 49
Gemeinsame Abfahrt vom Bonner Hbf: 11:30 Uhr Bussteig D2

https://bonn-gegen-rechts.de/2019/10/11/bonn-bleibt-bunt-keine-raeume-der-afd/

Antifa-Cafe im Kult41 am Sa: 5.10.2019, 17h


Die Antifaschistische Infokneipe Bonn findet im Oktober als Antifa-Cafe im Kult 41 im Rahmen der Bazooka (linkes Kneipeprojekt von 1989-99) Festtage statt und präsentiert eine Zeitreise durch 3 Jahrzehnte antifaschistischen Widerstand in Bonn. Begleitend dazu auch die Ausstellung „Geschichten und Geschichte – Bazooka 1989 bis 1999“, die noch bis zum 12.10. zu besichtigen ist.

Bereits in den 80er Jahren schlossen sich in Bonn Menschen zusammen, um gemeinsam den erstarkenden Neonazi-Strukturen etwas entgegenzusetzen. Als Reaktion auf den Wiedervereinigungstaumel 1989 fanden sich immer mehr, die Nationalismus und Faschismus den Kampf ansagen wollten. Aus einer Bewegung heraus bildeten sich organisierte politische Strukturen und über den Antinazikampf hinaus entstanden unterschiedliche Arbeitsfelder. Neben der Erinnerung an den Nationalsozialismus waren dies der Kampf gegen Repression, Internationalismus, Bündnisarbeit und die Schaffung bundesweiter antifaschistischer Zusammenhänge. Bis heute ist die Antifa in Bonn stets präsent.
Ein Zeitzeugenbericht durch 30 Jahre bewegte Antifa-Geschichte.
Antifa-Cafe am Sa. den 5.10.2019 um 17h im Kult41, Hochstadenring 41.
Im Anschluss Konzert mit den Mad Mullahs.

Kommunikationsstrategien der Identitären Bewegung (IB)

Die als rechtsextrem eingestufte Gruppe „Identitäre Bewegung“ (IB), ein Akteur der sogenannten Neuen Rechten, trat in den vergangenen Jahren immer wieder mit öffentlichkeitswirksamen Protestaktionen in Erscheinung. Daneben nutzt sie auch virtuelle Räume wie soziale Medien, um u.a. ihre Forderungen nach einer Beendigung der Migration nach Deutschland publik zu machen und medienwirksam zu inszenieren.

Der Vortrag thematisiert die Außenkommunikation der IB und zeigt die zugrunde liegenden Strategien und Mittel auf, mit denen sie versucht, das öffentliche Meinungsbild zu beeinflussen.

Anschließend gibt es Platz für eine Diskussion wie dieser Form der Rechten Öffentlichkeitsarbeit am effektivsten zu begegnen ist.

Der Eintritt ist wie immer frei!

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Die Veranstaltung wird organisiert von der Politischen Initiative „Never Forget“
Unterstützt von der Antifaschistischen Organisation Bonn und gefördert durch das Kulturreferat des AStA der Uni Bonn.

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Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der Neonazi-Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Mi 11. September 19:00 Uhr
Alte VHS, Kasernenstr. 50, Bonn

Was tun nach den Wahlen im Osten?

Logo AIKBAntifa Info-Kneipe Bonn lädt ein zur Diskussion
Samstag 07. Sept.2019, 19 Uhr
Alte VHS, Kasernenstr. 50, Bonn

Der Osten hat gewählt. Eine Partei, die sich zwischen spießiger Deutschtümelei und Nationalsozialismus bewegt, zieht mit über 25% der Wählerstimmen in zwei Landtage ein. Auch wenn die AfD nicht an einer Landesregierung beteiligt wird, stehen insbesondere linken Projekten harte Zeiten bevor.

Wir wollen in dieser Info-Kneipe über die Konsequenzen aus den Wahlen in Sachsen und Brandenburg diskutieren. Wie können wir konkret linke, antifaschistische Projekte unterstützen? Eine Gelegenheit, um die Diskussion fortzuführen, bietet sich vom 4.-6. Oktober 2019 auf dem 4. Antifaschistischen Jungendkongress in Chemnitz.

Nie wieder Kaltland!

Das Phantasma vom Gender-Wahn – antifeministische Verschwörungsideologien

ScreenshotDienstag 03.09.2019, 19 Uhr
Alte VHS, Kasernenstr. 50, Bonn

Ob Staatsfeminismus, Frühsexualisierung von Kindern oder die angebliche Subventionierung der „Homo-Lobby“, all dies führt in den Augen von AntifeministInnen dazu, an die geplante Vernichtung des Männlichen zu glauben und sich in ihrer Existenz bedroht zu fühlen. Antifeminismus und Heterosexismus kann neben Rassismus als thematisch wichtige Klammer definiert werden, die extrem Rechte bis Konservative miteinander verbindet. Das Phantasma von der gefährdeten weiß-deutschen Heterofamilie taugt zu einer spektrenübergreifenden Mobilisierung. Familie ist hier natürlich nicht gleich Familie. So stellt es zum Beispiel für die Zivile Koalition scheinbar keinen Widerspruch dar, den Schutz der Familie einerseits zum höchsten Gut zu erheben und andererseits gemeinsam mit der offen rechten Freien Welt für die Petition Familiennachzug stoppen! zu werben.

Wir wollen einen Blick auf verschwörungstheoretische Elemente in antifeministischen Diskursen der sogenannten Neuen Rechten werfen, deutlich machen, wie sie über diese Themen eine Vernetzung zum Beispiel mit christlich-fundamentalistischen AbtreibungsgegnerInnnen schaffen und über welche Publikationen und Plattformen sie ihre Ideologien verbreiten und welche personellen und inhaltlichen Überschneidungen diese Gruppierungen aufweisen. Außerdem wollen wir uns damit beschäftigen, wie Strategien gegen antifeministische Bündnisse aussehen können.
Dienstag 03.09.2019, 19 Uhr, Alte VHS, Kasernenstr. 50, Bonn