Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

Antifaschistische Aktion – Geschichte einer linksradikalen Bewegung – Buchvorstellung mit Bernd Langer

Donnerstag, 16. April, 20:00, Buchladen Le Sabot, Breite Straße 76, Bonn:
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Antifa Info-Kneipe März

Der 1. Samstag im März (07.03.15) steht bevor und wir freuen uns euch wieder zu einer Antifa Info-Kneipe begrüßen zu dürfen.
Dieses mal gibt es einen Vortrag aus Dortmund zum rechtsmotivierten Mord an Thomas „Schmuddel“ Schulz. Dieser Jährt sich am 28. März zum zehnten mal. „Die „Antifaschistische Union Dortmund“ wird in ihrem Vortrag die Ereignisse um den Mord Revue passieren lassen sowie über die Akteure,
Strukturen und Entwicklungen der militanten Neonaziszene in Dortmund
referieren“ (voller Text siehe unten).
Ebenfalls hält der Antifa AK Köln einen Vortrag zu M18.

Am 18. März 2015 bekommt die europäische Krisenpolitik ein Wahrzeichen, wenn in Frankfurt am Main der neue Hauptsitz der Europäischen Zentralbank (EZB) eröffnet wird. Aus ganz Europa werden Genoss*innen anreisen, um diese Party aufzumischen. Denn die Regierungen Europas betreiben mit der EZB eine rigide Austeritätspolitik, die als Umstrukturierungsprogramm zugunsten der jeweiligen nationalen Eliten dient und die für soziale Verwüstungen in vielen europäischen Ländern verantwortlich ist.
Die EZB ist damit Symbol und Akteur gegenwärtiger kapitalistischer Herrschaft in Europa.
Anknüpfend an die Proteste gegen die europäische Krisenpolitik in den vergangenen Jahren, wollen Blockupy und M18 gegen die Einweihungsparty aktiv werden.
Warum sich antikapitalistischer Protest ausgerechnet gegen die EZB richtet und was an Protestaktionen für den 18. März in Frankfurt geplant ist, dass erfahrt ihr u.a. bei unserer Kneipe. Vertreter*innen des Antifa AK Köln, die sich im Rahmen des …ums Ganze! Bündnisses in die Proteste einbringen, werden ausführlich zur Thematik referieren.

Aufruf von …umsGanze!

Mobivideo

Veranstaltung(Antifa Info-kneipe Bonn)

Text zum Vortrag aus Dortmund:
Am 28. März 2015 jährt sich der rechts-motivierte Mord an Thomas
»Schmuddel« Schulz zum zehnten Mal. Der Punk wurde 2005 durch einen
organisierten Neonazi in einer belebten U-Bahn-Haltestelle in Dortmund
erstochen, nachdem er den Nazi-Skin aufgrund seiner rechten Bekleidung
zur Rede gestellt hatte.

Seit zehn Jahren findet aus diesem Anlass eine antifaschistische
Demonstration gegen rechte Gewalt in Dortmund statt. Mit der Demo, die
dieses Jahr zum letzten Mal stattfinden wird, wird alljährlich auf die
Aktualität rechter Gewalt in Deutschland hingewiesen sowie auch die
tiefe Verankerung rechter Ideologien in der Gesellschaft thematisiert.
Parallel zur überregionalen Antifa-Demo haben die Dortmunder Neonazis
einen Aufmarsch mit anschließendem RechtsRock-Konzert angekündigt.

Die »Antifaschistische Union Dortmund« wird in ihrem Vortrag die
Ereignisse um den Mord Revue passieren lassen sowie über die Akteure,
Strukturen und Entwicklungen der militanten Neonaziszene in Dortmund
referieren. Zudem bekommt ihr alle nötigen Informationen über den
geplanten Ablauf, die Anreisemöglichkeiten und die Aktionen der Nazis.


Weitere Infos(hier klicken)

Wie immer am Start ist (Vegane) Vokü, dieses mal gibt es Reis mit Erdnusssoße und Gemüse und als Spezial-Getränk Kakao mit Schuss.

Wir freuen uns auf euch :)

Antifa_Info-Kneipe_07.03.15

Keupstraße ist überall – Veranstaltung mit Betroffenen des Nazi-Nagelbombenanschlags

Sonntag, 08. März, 14:00 UhrKeupstraße ist überall
Kult 41, Hochstadenring 41, Bonn

Info- und Diskussionsveranstaltung mit Betroffenen des Nazi-Nagelbombenanschlags in Köln

Im Juni 2004 explodierte in der Kölner Keupstraße eine Nagelbombe. Nur durch Zufall starb niemand, aber mehr als 22 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Ermittlungen hatten kaum begonnen, da stellten Polizei und Innenminister fest, dass die Täter unter den MigrantInnen der Keupstraße zu suchen seien. Über mehrere Jahre hinweg wurden die Opfer zu TäterInnen gemacht und repressiv verfolgt.

Im November 2011 wurde klar, dass auch dieser Anschlag von den Nazis des sog. Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) begangen worden war, ebenso wie der Sprengstoffanschlag in der Probsteigasse in Köln und die Morde an neun Männern türkischer und griechischer Herkunft.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Initiative „Keupstraße ist überall“ gegründet, um in Vorbereitung auf die Verhandlungstage zur Keupstraße im NSU-Prozess in München die Betroffenen rassistischer Gewalt zu stärken und der Betroffenenperspektive eine mediale Plattform zu bieten.

Veranstalter: Verein zur Förderung politischer Bildung & Kultur e.V., Antifa Bonn/Rhein-Sieg, Arbeitskreis für studentische Kultur & Politik, gefördert vom Kulturreferat des AStA der Uni Bonn

Antifa Info-Kneipe 2.

Im neuen Jahr begrüßen wir euch wieder zu unserer Antifa Info Kneipe
Sa, 03. Januar, 19:00 – La Victoria, Bornheimerstr., in Bonn:
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Zeitzeugenveranstaltung mit Lorenz Knorr

Offenes Antifa Treffen November
Gegen Hitler und Henlein
Antifaschistischer Widerstand unter den Sudeten und in der Wehrmacht

4. November, 20 Uhr im Kult41

Lorenz Knorr wird aus der Zeit vor und nach 1938 berichten, in der er unter den schwierigen Bedingungen existentieller Gefährdung im antifaschistischen Widerstand aktiv war – zunächst in der vorfaschistischen Epoche der damaligen CSR, dann unter deutscher Besatzung und später in der Wehrmacht.

„Ich war damals Vorsitzender der sozialistischen Jugend und die ersten Auseinandersetzungen, die wir hatten, waren die so genannten Saalschlachten. Das heißt, die Faschisten versuchten unsere Veranstaltungen, also die der Sozialdemokraten beziehungsweise aller Antifaschisten, ob sie deutsch oder tschechisch waren, zu stören. Umgekehrt haben wir von unserer Seite versucht, den Henleins keine Propaganda-Möglichkeiten zu bieten.“

So beginnt der Widerstand von Lorenz Knorr gegen den Nazismus. Man schreibt das Jahr 1933 und Hitler ist in Deutschland gerade an die Macht gekommen. Knorr, geboren 1921 im westböhmischen Eger, wendet sich damals in seiner Heimat Tschechoslowakei gegen die neu entstehende „Sudetendeutsche Heimatfront“ des Hitler-Bewunderers Konrad Henlein. Doch mit dem Einmarsch deutscher Truppen in die Sudetengebiete im Oktober 1938 spitzt sich die Lage zu. Von den 150 Mitgliedern der sozialistischen Jugend in Eger meldeten sich 33, darunter elf Mädchen, die bereit waren im antifaschistischen Widerstand ihr Leben zu riskieren. Politische Flüchtlinge aus Nazi-Deutschland bringen Knorr bei, wie man vorgehen muss. Sie begannen nur in Dreiergruppen zu arbeiten.

„Wir beschlossen, weil Eger ein Eisenbahnknotenpunkt war, Gleise zu sprengen. Und wir haben erst einmal dort, wo es am einfachsten schien – in der Nähe des Viadukts – zwei Gleisanlagen, die nach Norden und nach Osten führten, gesprengt. Es dauerte dann zwei Tage, bis die Strecken wieder in Betrieb genommen werden konnten. Sie wurden danach bewacht. Wir haben dann bemerkt, dass auch die Strecken nach Wien und nach Frankfurt Gelegenheit boten unbemerkt zu sprengen – und das haben wir dann auch getan. Es war alles so perfekt, dass die Gestapo auch in den Verhören nichts herausbekam. Wir hatten alle ein wasserfestes Alibi, was eine Voraussetzung für unsere Tätigkeit gewesen war.“

Eine Zäsur bedeuten aber die Einberufungsbefehle in die deutsche Armee, die die jungen Männer nacheinander erhalten. Lorenz Knorr geht als Soldat in den Krieg, allerdings mit der Verpflichtung, weiter Widerstand zu leisten. Er kommt nach Afrika, landet in einem Strafbataillon, wird verwundet und danach zum Funker umgeschult. Als Funker war er in der Lage, sich mehr Informationen zu verschaffen als jeder deutsche General. So hatte er Kontakt mit Partisanen in Polen und hilft ihnen, an Sprengstoff heranzukommen. Mehrfach können auf diese Weise die Eisenbahnverbindungen an die Front vor Leningrad unterbrochen werden.