http://antifabonn.blogsport.de Sun, 10 Nov 2019 21:14:42 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Antifa und Zivilgeschellschaft gegen Faschismus – Nur zusammen sind wir stark http://antifabonn.blogsport.de/2019/11/10/antifa-und-zivilgeschellschaft-gegen-faschismus-nur-zusammen-sind-wir-stark/ http://antifabonn.blogsport.de/2019/11/10/antifa-und-zivilgeschellschaft-gegen-faschismus-nur-zusammen-sind-wir-stark/#comments Sun, 10 Nov 2019 08:00:01 +0000 Administrator Allgemein http://antifabonn.blogsport.de/2019/11/10/antifa-und-zivilgeschellschaft-gegen-faschismus-nur-zusammen-sind-wir-stark/ Das Jahr 2019 geht zu Ende und doch ist es für uns noch zu früh, Bilanz zu ziehen.
Was wir dem Förderkreis des Oscar-Romero-Haus e.V. und den Leser*innen des Romero Brief nicht vorenthalten wollen, ist die Bedeutung, die die Verleihung des Oscar-Romero-Preis für die Antifa Bonn/Rhein-Sieg hat und die politische Situation, aus der seine Bedeutung resultiert.
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Am 15. Juni dem Tag der Preisverleihung wurde der mutmaßliche Mörder des CDU Politikers Walter Lübcke verhaftet. Der dringend tatverdächtige Stephan Ernst war Antifaschist*innen kein Unbekannter. Die Recherche Gruppe Exif veröffentlichte wenige Tage nach der Verhaftung, dass Ernst bereits in den 90er Jahren gewalttätiger Neonazi war, er gehörte der verbotenen Freiheitlichen Arbeiter Partei (FAP) an und verübte bereits 1993 einen Anschlag auf eine Unterkunft für Geflüchtete.Nur durch die schnelle Reaktion der Bewohner*innen des Heims kam 1993 niemand zu Tode. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Ernst der Terrororganisation Combat 18 nahe steht oder. dort selbst Mitglied ist.
Zwei Aspekte der Tat bzw. der Reaktionen darauf möchten wir hervorheben, um sie politisch einordnen zu können.

Erstens: Ernst gehört auf Grund seiner politischen Vergangenheit und seines Alters zur Generation Terror. Charakterisieren lässt sich die Generation Terror so: die ihr Angehörenden haben durch ihre politische Sozialisation in neonazistischen Organisationen wie der FAP oder den freien Kameradschaften ein geschultes und fundamental geschlossenes faschistisches Weltbild. Weiter verfügen sie über praktische Erfahrung mit Gewalt, welche sie Anfang der 90er durch körperliche Angriffe auf Geflüchtete, Migrant*innen und politische Gegner*innen sammelten; nicht wenige verfügen über eine paramilitärische Ausbildung. Trotz des Rückzugs älterer Aktiver aus der offen auftretenden Neonaziszene, scheint bei einer unbekannten Zahl von Personen ihr neonazistisches Weltbild sowie ihre Bereitschaft zu Gewalt geblieben zu sein. Am Beispiel Frank Steffen – der Angreifer auf die Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker, wird dies deutlich. Steffen zog sich ins Private zurück und entzog sich so der Aufmerksamkeit von Antifaschist*innen und Repressionsbehörden. Mit Veränderung der politischen Verhältnisse und der rassistischen Diskurse im Kontext Flucht und Migration im Jahr 2015 reaktivierte sich jedoch sein ideologisches und gewalttätiges Potenzial, was zum beinahe Mord an Frau Reker führte. Der Verfassungsschutz zeigte sich bei beiden Tätern scheinbar überrascht von der „plötzlichen“ Tötungsabschicht. Antifaschist*innen dagegen überraschten die Taten spätestens nach der Selbstenttarnung des NSU wenig. Sie warnen schon länger vor terrorismusaffinen Neonazis und ihren Strukturen. Die Zivilgesellschaft und die politische Akteur*innen zeigten sich geschockt von den Taten, jedoch ebbte die öffentliche Debatte anders als bei islamistischem Terror schnell wieder ab. Gerade der immer wiederkehrende Schock und die Überraschung weißt auf eine Unkenntnis und Ignoranz gegenüber eine bis tief in die Exekutive (NSU 2.0, Nordkreuz, …) reichende extrem rechte Szene hin.
Wir sehen uns daher gezwungen, Rechtsterrorismus als einen unserer kontinuierlichen Themenschwerpunkt auch wieder im Rahmen unserer Kampagne NS-Verherrlichung stoppen zu thematisieren. Diese wird ihren Höhepunkt am 16.11.19 in der Demonstration gegen den jährlich stattfinden Neonaziaufmarsch in Remagen haben. Wir hoffen auf Interesse der kritischen Zivilgesellschaft.

Zweitens: Dass ein CDU-Politiker Ziel eines neonazistisch motivierten Anschlags wurde, zeigt in größter Brutalität: jeder und jede, die durch humanistische, antifaschistische oder demokratische Haltungen die Aufmerksamkeit von Neonazis oder Protofaschist*innen auf sich zieht, kann Opfer von verbalen Attacken, politischen Angriffen bis hin zu mörderischer Gewalt werden. Diese Gefahr verdeutlicht ein weiteres mal die Notwendigkeit aber auch die Möglichkeit einer breiten Solidarität und Zusammenarbeit gegen Faschismus und Neonazismus. Dabei geht es um nichts weniger als Menschenleben und demokratische Freiheiten. Neben Gewalt und verbalen Attacken greifen rechte Akteure wie die AfD und rechte Politiker*innen der CDU/CSU Antifaschist*innen und zivil-gesellschaftliche Initiativen vermehrt politisch an. Als Beispiel ist konkret der Antrag der AfD-Fraktion des Bundestag zu nennen. Der Antrag mit dem Titel „Antiextremistischer Grundkonsens in Politik und Gesellschaft – Rechtsstaat und Demokratie schützen – Antifa ächten“ hat das Ziel, eine Entsolidarisierung von Abgeordneten mit antifaschistischen Gruppen und Personen herbei zu führen, um damit weiter den antifaschistischen Grundkonsens in der Gesellschaft zu unterminieren. Durch die Propagation eines antiextremistischen Grundkonsens – wobei in dem Antrag konstruiert wird, Antifaschismus sei grundsätzlich extremistisch – versucht die AfD die Solidarität und Zusammenarbeit von außerparlamentarischen und parlamentarischen Antifaschist*innen zu unterbinden. Hinter solchen politischen Angriffen mit Anträgen und Anfragen steht ein größeres Ziel, welches nachhaltig kritische Teile der Gesellschaft schwächen könnte. Eins der großen Ziele – genauer formuliert eines ihrer Etappenziele – ist die Ausschaltung der Opposition gegen sie, welches ihrem Endziel, der Entliberalisierung der deutschen Gesellschaft, im Wege steht.
Bekannt wurde dieser Antrag in den Medien nur als Randnotiz in der Berichterstattung über den Ordnungsruf von Wolfgang Kubicki (FDP) gegen die Abgeordnete der Linkspartei Martina Renner wegen des Tragen eines Ansteckers der Antifaschistischen Aktion. An dieser Stelle möchten wir Frau Renners „Danke Antifa“ gerne zurück geben mit einem „Danke Martina Renner“.
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Daran anschließen möchten wir auch nochmal unseren Dank für die Verleihung des Romero-Preises an die Antifa Bonn/Rhein-Sieg aussprechen und seine Bedeutung für uns hervorheben. Der Preis ist nicht nur Auszeichnung und Wertschätzung unserer Arbeit, sondern auch praktisches Zeichen des Zusammenhalt gegen rechte Bestrebungen, einen Keil in die Zivilgesellschaft zu treiben, um so Platz für die AfD zu machen. Es ist nun an uns allen, auf die Straße zu gehen, um nicht nur die Veränderung des globalen Klimas, sondern auch die Verrohung des gesellschaftlichen Klimas zu stoppen. Auch braucht es eine Form der Stärke und des Selbstbewusstseins, sich nicht von Vorwürfen, man sei Extremist oder Extremistin, in die Defensive drängen zu lassen. Dabei ist Solidarität und Zusammenhalt Gold wert.

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Delegationsbericht Rojava 10.11.2019 15:00h http://antifabonn.blogsport.de/2019/11/08/475/ http://antifabonn.blogsport.de/2019/11/08/475/#comments Fri, 08 Nov 2019 05:36:27 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen http://antifabonn.blogsport.de/2019/11/08/475/ Finissage der Ausstellung „Jinwar – ein ökologisches Frauendorf in Syrien“

Ende der Fotoausstellung vom 17.10. – 10.11.19

Veranstaltung mit einer Delegationsteilnehmerin der feministischen Kampagne „Gemeinsam Kämpfen“, die 2018/2019 für mehrere Monate in der Demokratischen Föderation Nord- und Ostsyrien war und dort u.a. viele Frauenprojekte, auch Jinwar besucht hat. Sie wird von ihrem Besuch bei den verschiedenen sozialen und kulturellen Projekten berichten, die im Kontext des gesellschaftlichen Aufbaus nach dem Prinzip des demokratischen Konföderalismus‘ entstanden sind.
(Für Kaffee, Tee und Kuchen wird gesorgt sein.)
Veranstalter: Bonner Solidaritätskomitee Kurdistan kurdistan@solikomitee-bonn.de
Delegationsbericht Rojava 10.11.2019 15:00h

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Schweigegang zum Platz an der Synagoge in Beuel 10.11.2019 17:30h http://antifabonn.blogsport.de/2019/11/06/schweigegang-zum-platz-an-der-synagoge-in-beuel-10-11-2019-1730h/ http://antifabonn.blogsport.de/2019/11/06/schweigegang-zum-platz-an-der-synagoge-in-beuel-10-11-2019-1730h/#comments Wed, 06 Nov 2019 05:20:11 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen Aktion http://antifabonn.blogsport.de/2019/11/06/schweigegang-zum-platz-an-der-synagoge-in-beuel-10-11-2019-1730h/
81. JAHRESTAG NOVEMBERPOGROM 1938
Gedenkveranstaltungen in Bonn

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Soli-Bingo und Vortrag – Kein ruhiges Remagen Sa 02.11-19h http://antifabonn.blogsport.de/2019/11/02/soli-bingo-und-vortrag-kein-ruhiges-remagen-sa-02-11-19h/ http://antifabonn.blogsport.de/2019/11/02/soli-bingo-und-vortrag-kein-ruhiges-remagen-sa-02-11-19h/#comments Sat, 02 Nov 2019 09:38:45 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen http://antifabonn.blogsport.de/2019/11/02/soli-bingo-und-vortrag-kein-ruhiges-remagen-sa-02-11-19h/ Die Antifa Info-Kneipe lädt ein zum Mobi-Vortrag und Soli-Bingo:
„Kein ruhiges Remagen – Auf die Straße gegen rechten Terror!“
Sa 02.112019 -19h
Am 16. November wollen sich zum 11. Mal in Folge Neonazis aus der gesamten Bundesrepublik in Remagen versammeln um ihre besonders deutsche Variante der Geschichtsverklärung auf die Straße zu tragen. Das Bündnis NS Verherrlichung stoppen ruft dazu auf nach Remagen zu kommen und den Faschist*innen mit Protest entgegenzutreten. Der Aufmarsch in Remagen ist ein wichtiges Datum für die Neonaziszene in Deutschland: Die zentralen Figuren des Aufmarschs sind seit Jahren militant aktiv und in rechtsterroristischen Kreisen bestens vernetzt.
In dem Vortrag klären wir die Hintergründe des Aufmarschs und geben eine Vorausschau darüber was an dem Tag in Remagen passieren wird.

Im Anschluss findet ein feucht-fröhliches Soli-Bingo statt. Die Erlöse dessen fließen in eine Anti-Repressions-Kasse.
Macht euch gefasst auf gute Unterhaltung und jede Menge Schnapszahlen!
„Kein ruhiges Remagen – Auf die Straße gegen rechten Terror!“
Sa 02.112019 -19h

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Termine für Rojava, gegen den Angriffskrieg der Türkei http://antifabonn.blogsport.de/2019/10/29/termine-fuer-rojava-gegen-den-angriffskrieg-der-tuerkei/ http://antifabonn.blogsport.de/2019/10/29/termine-fuer-rojava-gegen-den-angriffskrieg-der-tuerkei/#comments Tue, 29 Oct 2019 12:34:03 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen http://antifabonn.blogsport.de/2019/10/29/termine-fuer-rojava-gegen-den-angriffskrieg-der-tuerkei/ Heute Dienstag 29.10.2019, findet um 17 Uhr in der Bonner Innenstadt eine Kundgebung gegen die türkische Invasion in Rojava statt, wahrscheinlich auf dem Münsterplatz, ggf. aber auch Friedensplatz.

Am Samstag, 2.11. findet die bundesweite Demo in Berlin statt:
Stoppt den Krieg – Solidarität mit Rojava
12 Uhr Alexanderplatz
Aktuelle Informationen zu der Demo gibt es auf: https://stoppt-den-krieg.jetzt

Hier der Link zu einem guten Mobilisierungsvideo: https://vimeo.com/369422406

Blog zur bundesweiten Demo am 2.11. in Berlin:
https://stopptdenkrieg.noblogs.org/

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TelegramChannel von Riseup4Rojava für Aktionen:
http://T.me/riseup4rojava

Kampage Riseup4rojava: http://riseup4rojava.org/de/startseite/

Women Defend Rojava: http://womendefendrojava.net/de/

kurdische Nachrichtenagentur ANF (täglich viele Nachrichten in verschiedenen Sprachen, hier die Links zu den Seiten auf Deutsch, Englisch, Kurmancî, Türkisch. – auf Englisch mehr Beiträge als auf Deutsch, auf Kurdisch und Türkisch auch mehr):
https://anfdeutsch.com/
https://anfenglishmobile.com/
https://anfkurdi.com/
https://anfturkce.com/

Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V.
http://civaka-azad.org/

Nachrichtenseite der kurdischen Jugendbewegung:
https://www.nuceciwan34.com/de/

Kurdistan-Report (erscheint alle 2 Monate, die alten Nummern sind online gestellt, aus der aktuellsten Nummer werden immer peu à peu einzelne Artikel online gestellt. Auch in den älteren und alten Nummern gibt es immer noch viel Interessantes zu lesen).
http://www.kurdistan-report.de

Links zu 2 Filmen:

Kurzfilm „Azadî çi ye? What is freedom?“ (knapp 6 Minuten, Kurmancî mit englischen Untertiteln)
https://www.youtube.com/watch?v=6Z1xobTTHH0&app=desktop

arte-Doku „Rojava stellt Frauen gleich“ (knappe halbe Stunde)
https://www.arte.tv/de/videos/084989-000-A/syrien-rojava-stellt-frauen-gleich/

Twitter-Accounts
https://twitter.com/defendrojavade
https://twitter.com/starrcongress
https://twitter.com/antifaenternas
https://twitter.com/CommuneInt
https://twitter.com/riseup4rojava
https://twitter.com/civaka-azad

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