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Jüdischer Widerstand im Nationalsozialismus

Vortrag & Diskussion mit Michael Fehrin
(Antirassistisches Bildungsforum Rheinland)
26. Juni | 19:00 Uhr | Hörsaal 3 | Uni Bonn

„Sie haben sich wie Lämmer zur Schlachtbank treiben lassen!“ – So oder so ähnlich konnte man es an deutschen Stammtischen viele Jahrzehnte lang hören. Eine perfide These, die insbesondere den jüdischen Opfern der NS-Vernichtungsmaschinerie Passivität angesichts des Todes, wenn nicht sogar eine Mitschuld an ihrem Schicksal unterstellt. Ganz im Gegenteil haben sich jüdische Menschen, wenn es irgendwie möglich war, gegen den NS-Terror gewehrt.

Der Vortrag bietet einen Überblick über den jüdischen Widerstand: Von mutigen Einzelkämpfer*innen, organisierten Widerstandsgruppen, kompletten Militäreinheiten und Partisan*innenverbänden bis hin zu Aufständen in Konzentrations- und Vernichtungslagern wird die Bandbreite des jüdischen Antifaschismus vorgestellt. Zudem wird die Frage erörtert, was eigentlich Widerstand während des NS-Regimes bedeutete und welche realen Spielräume für Nazi-Gegner*innen vorhanden waren.

Veranstaltet von: Politische Initiative „Never Forget“
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Spontandemo in Köln: Gegen Naziterror und Rechtsruck!

Spontandemo

Donnerstag, 20.06 // 18 Uhr // Rudolfplatz – Köln

Sagt Freund*innen bescheid: Facebook Veranstaltung

„Was muss noch passieren, bis ihr versteht, dass man mit Rechten nicht kuscheln darf? Erst letztes Wochenende forderte Ex-Bundespräsident Gauck mehr „Toleranz” gegenüber Rechten, der ehemalige VS-Chef Hans-Georg Maaßen machte Werbung für eine Koalition von AfD und CDU.

Was muss eigentlich passieren bis in den etablierten Parteien verstanden wird, dass jede „Toleranz” gegenüber Rechten den Weg bereitet für diesen Terror? Was muss passieren, bis die Verstrickungen von Geheimdiensten, Polizei und Naziterroristen aufgeklärt wird? Bis die Nazinetzwerke zerschlagen werden? Der NSU hat dazu nicht zu geführt. Und auch der Mord an Lübcke wird nicht dazu führen. Zu tief reichen die Verbindungen der Geheimdienste ins Nazimillieu, zu viel steht für die Herrschenden auf dem Spiel. 120 Jahre sollen die Akten zum NSU unter Verschluss bleiben.“

Hier gehts zum Aufruf zur Demo! und zur Facebook Veranstaltung. Sagt Freund*innen Bescheid!

Exif Recherche: Mutmaßlicher Mörder im Fall Lübcke ist bekannter Neonazi

Am Samstag, dem 15. Juni 2019, wurde in Kassel der Neonazi Stephan Ernst (*21. September 1973) verhaftet, der verdächtigt wird, den Präsidenten des Regierungspräsidiums Kassel, Walter Lübcke, ermordet zu haben.

Exif Recherche machte daraufhin bekann, dass Stephan Ernst schon 1993 eine Geflüchtetenunterkunft mit einer Rohrbombe angegriffen hat und später so nah an Combat18 und das NSU-Netzwerk heran rückte, dass der NSU-Untersuchungsausschuss Hessen nach ihm fragte. Auch in Dortmund ist er kein Unbekannter, wie die Autonome Antifa 170 schreibt. Bereits vor 10 Jahren wurde er beim Überfall mehrerer hundert Nazis auf die Demo des Dortmunder DGB zum 1. Mai festgenommen. 400 Neonazis zogen damals – organisiert vom „Nationalen Widerstand Dortmund“ (NWDO) – ohne Anmeldung durch die Dortmunder Innenstadt und griffen Teilnehmende der DGB-Demo an.

Mehr und vor allem ständig aktualisierte Info findet Ihr bei Exif Recherche:
Tatverdächtiger im Fall Lübcke ist bekannter Neonazi vom 17. Juni 2019
außerdem einen sehr lesenswerten Artikel zu rechtsterroristischen Allianzen
Rechtsterroristischen Allianzen vom 3. April 2019
und zur Umstrukturierung von Combat 18
«Combat 18» Reunion vom 16. Juli 2018
Kassel 2002: Stephan Ernst (rechts) links neben ihm im roten T-Shirt Markus Eckel, direkt hinter Eckel ist Stephan Pfingsten (hellblaues Hemd) und hinter ihm links vor der Scheibe ist Martin Gotthardt (blauer Pulli) – Bildrechte: NSU WatchKassel 2002: Stephan Ernst (rechts) links neben ihm im roten T-Shirt Markus Eckel, direkt hinter Eckel ist Stephan Pfingsten (hellblaues Hemd) und hinter ihm links vor der Scheibe ist Martin Gotthardt (blauer Pulli) – Bildrechte: NSU Watch

Antifa bekommt Oscar-Romero Preis

ORPreisPressefoto

Der Förderkreis Oscar-Romero-Haus e.V. verleiht 2019 zum fünften Mal den Bonner Oscar-Romero-Preis für den Einsatz mit Ausgegrenzten und Entrechteten unserer Gesellschaft für eine gerechte, solidarische und in Übereinstimmung mit der Schöpfung lebende Welt. Aufgerufen waren Menschen und Initiativen, die sich in Bonn und Umgebung für Selbstorganisierung, Unterstützung von Geflüchteten, Einsatz für Klimagerechtigkeit, Kampf gegen Diskriminierung oder für eine offene Welt für Alle engagieren.

Aus den zahlreichen Bewerbungen hat die Jury in diesem Jahr zwei Preisträger ausgewählt, die zwei Seiten des Einsatzes für Geflüchtete und gegen Rassismus zeigen: Jugend Rettet e.V. und die Antifa Bonn/Rhein-Sieg (Pressererklärung).
Wir dokumentieren hier die Danksagung der Antifa Bonn/Rhein-Sieg:

Wir danke dem Förderkreis Oskar-Romero Haus e.V., der Preis-Jury und Detlev Besier für die Laudatio.

Wir freuen uns über die Wertschätzung, die die Antifa-Arbeit durch diesen Preis erfahren hat. Die Antifa Bonn/Rhein-Sieg wurde über 3 Jahrzehnte von einer großen Anzahl von Menschen in Bonn und bundesweit getragen und unterstützt. Von daher wollen wir diesen Preis stellvertretend für alle sich der Antifa-Bewegung zugehörigen Menschen entgegennehmen. (mehr…)

1. Juni 2019 – Antifademo in Chemnitz

FotoIn der offiziellen Berichterstattung von etablierten Medien und der Polizei ist durchgängig von einer friedlichen Demo die Rede. Hier war gar nichts friedlich. Erstens fällt es uns schwer, das verhalten der Polizei, die schon von Beginn an ein aggressives Verhalten an den Tag legte, als friedlich zu bezeichnen. Zweitens ist es schlicht eine Beleidigung für alle, die sich organisiert gegen Rechte engagieren, unseren Protest beinahe zu verschweigen und das im sicheren Abstand stattfindende „Kinderfest“ als betont friedlichen Teil des Protestes hervorzuheben.
Aber fangen wir von vorne an…
(mehr…)